Kommt mit auf unsere Reise ans andere Ende der Welt nach Neuseeland. Hier erfahrt ihr alles über unseren Wohnmobil-Roadtrip von Auckland bis Christchurch: unsere Empfehlung für den besten Camper für eine Neuseeland Rundreise (inklusive Rabatt), unsere komplette, ausführliche Reiseroute, die „top Things to do and see“ mit Kindern in Neuseeland und die besten Campingplätze – von geheimen Spots für Freedom Camping bis zu den top ausgestatteten Holiday Parks. Wir geben euch ganz ungeschönt und ehrlich unsere Do’s and Don’ts und eine Antwort auf die Frage, ob wir es wieder tun würden. Kommt mit!
Unsere Reise im Überblick
Reisezeit im Dezember und Januar 2025/2026 – während der High Season rund um die Weihnachtsfeiertage und der neuseeländischen Sommerferien
gesamte Reisezeit: knapp 6 Wochen
wovon wir 30 Tage im Camper unterwegs waren
zwei Nächte im Hotel in Auckland und eine Woche beim Heimweg für einen Stoppover in Sydney drauf ging
unsere Kids waren während der Reise 6 & 4 Jahre alt
Flug mit Emirates Airline von München über Dubai nach Auckland in einem Zug. Zurück von Christchurch über Sydney und Dubai nach München. (Unsere Tipps für Langstreckenflüge mit Kindern und Ideen für Spielzeug im Flugzeug findet ihr >hier).
Start unseres Roadtrips durch Neuseeland war in Auckland (Nordinsel), Endpunkt Christchurch (Südinsel) – wir haben also beide Inseln bereist
Wir hatten insgesamt 3.300 Kilometer auf dem Tacho, 21 Stopps und unsere Fahretappen waren maximal 3,5-4 Stunden lang
Wir hatten drei Campingplätze vorgebucht: den ersten, den an Weihnachten und den Anfang Januar in Queenstown. Alles andere haben wir spontan entschieden und kurzfristig reserviert.
Was ihr hier nicht finden werdet? Explizite Stopps für Herr der Ringe Fans – damit können wir so gar nichts anfangen und haben deshalb auch keine Filmsets besucht.
Neuseeland mit dem Mietwagen oder mit dem Wohnmobil bereisen? Warum Neuseeland mit dem Camper für uns der perfekte Familienurlaub ist
Neuseeland ist der Inbegriff für Roadtrips im Camper. Unberührte Natur, gewaltige Naturschönheiten auf engstem Raum, keine giftigen Tiere, angenehme Temperaturen, Reisen am anderen Ende der Welt und immer mit dabei: das rollende Zuhause. Ja, ein Camper in Neuseeland ist nicht günstig, aber es ist für uns trotzdem die schönste Art Neuseeland zu entdecken, v.a. als Familie mit Kindern, und es muss nicht zwingend teuer sein. Wichtig ist dabei, dass man das für sich und seine Ansprüche richtige Fahrzeug findet. Deshalb empfehlen wir auch immer und immer wieder die kostenlose und hervorragende Beratung der CamperOase*.
Top Tipp: den richtigen Camper für Neuseeland finden mit der CamperOase
Immer und immer wieder wenden auch wir uns an die Experten der CamperOase, einer unabhängigen Campervermittlung aus Deutschland*. Die Beratung ist kostenlos und unverbindlich und wir empfehlen euch unbedingt, dort vorab anzufragen und euch eine ewige, eigene Internet-Recherche zu ersparen. Denn dieses Team brennt und lebt für seine Arbeit. Alle reisen unheimlich viel, gerne und sehr vielfältig und ein Teil des Teams hat selbst viele Jahre in Neuseeland gelebt.
Wir sind selbst sehr erfahrene (Camping-)Reisende, trotzdem profitieren wir bei jeder Reise von der individuellen Beratung und vielen Impulsen für die gesamte Reiseplanung. Die CamperOase hat nicht nur eigens gemachte, sondern viele gesammelte Erfahrungswerte von Kunden aus erster Hand, kennt die Reiserouten, die verschiedenen Camper-Anbieter in Neuseeland mit ihren Vor- und Nachteilen und kann so einen wichtigen Überblick über all das geben, was euch individuell beschäftigt. → Wir sind stolz, offizieller Partner der CamperOase zu sein. Wenn ihr über uns anfragt, erhaltet ihr einen individuellen Rabatt bei eurer Camper-Buchung. Dafür einfach >hier* lang. (Keine Angst, Anfragen kostet gar nichts. Deshalb habt ihr auch nichts zu verlieren, probiert es einfach mal aus!)
*Ihr erhaltet bei einer Buchung über diesen Link einen Rabatt bei der CamperOase. Dieser Rabatt ist immer individuell und wird auf Anfrage ausgegeben. Und damit auch alles seine Richtigkeit hat, hier noch die Offenlegung unsererseits: Falls es zu einer Buchung kommt, erhalten wir dafür eine kleine Provision, was unsere Empfehlung aber in keinster Weise beeinflusst. Eine Anfrage ist unverbindlich und kostenlos.
Wenn man also den richtigen Campervan gefunden hat, gibt es für uns eigentlich nur die Option Vanlife, um dieses Paradies am anderen Ende der Welt mit seinen Kindern zu entdecken. Warum?
Nah, näher, Natur: nirgends bist du tiefer in der Natur als beim Camping. Wir haben unser Wohnmobil direkt am Strand geparkt, mit unverbautem Bergblick, an einem Gletscherbach, inmitten tiefer Wälder, am Straßenrand, in der Hofeinfahrt von Freunden oder auf top-ausgestatteten Holiday Parks – dort, wo es uns eben gerade hin verschlagen und gefallen hat. Näher, persönlicher, individueller geht’s nicht.
Flexibilität, Spontanität & Vielfalt: Was für ein Luxus, jeden Tag neu zu entscheiden, wohin und wie weit man fahren möchte, oder eben nicht mehr. Schön hier? Cool, lass uns einfach länger bleiben. Nicht so wie erwartet? No worries, weiter geht’s zum nächsten Stopp.
Freedom Camping – kostenlos und mit einzigartigen Ausblicken – ja, es geht noch in Neuseeland, ganz gut sogar und auch in der Hochsaison – wie? Das erzählen wir weiter unten im Blogpost.
Stabilität und Sicherheit für die Kids: egal, wo ihr parkt und egal für wie lange, ihr habt dasselbe Zuhause, das gleiche Bett, immer ein Klo, eine Heizung und ne Klimaanlage, den vollen Kühlschrank, Wechselklamotten, Windeln, die Spielsachen, Medizin,… alles ordentlich und griffbereit mit dabei. Kein Ein- und Umgewöhnen an ein neues Zuhause. Home is where you park it!
Genau aus unter anderem diesen genannten Gründen haben wir uns für diese Reise für den Koru Star 6 Freedom von Wendekreisen* entschieden. Was uns bei der Auswahl eines Campers für eine solche lange Reise am anderen Ende der Welt noch alles wichtig ist und worauf ihr achten solltet, um den für euch passenden Camper zu finden? Das haben wir letztes Jahr in Australien für euch zusammengeschrieben. Schaut mal >hier.
Ob also nun ein Mietwagen oder Camper die bessere Option ist, ist sehr individuell und abhängig von euren persönlichen Vorlieben. Wir für uns können sagen, kein Roadtrip in Neuseeland ohne self-contained Camper. Denn natürlich kann ich auch per Mietwagen an die schönsten Sehenswürdigkeiten Neuseelands fahren, aber die besonderen Momente waren die, die wir nicht geplant und erwartet haben; die Nächte mit Meeresrauschen, der kleine Gletscherbach im Wald, neben dem wir unser Nachtlager aufgeschlagen haben und dieses beruhigende Gefühl, flexibel und spontan reisen zu können, weil wir immer und überall unser rollendes Zuhause dabei hatten.
Unsere Route: Von Auckland bis Christchurch – in 30 Tagen Roadtrip die besten Sehenswürdigkeiten in Neuseeland erleben
Hier findet ihr unsere Route, die wir vorab grob geplant hatten, aber bis auf wenige Stopps komplett spontan gereist sind, obwohl mit den Weihnachtsfeiertagen und den neuseeländischen Sommerferien zu unserem Reisezeitraum absolute Hochsaison herrschte. Nicht überall klappte das super easy, aber meistens. Irgendwo findet sich immer ein Plätzchen zum Hinstehen, manchmal wird’s halt teuer oder man sucht etwas länger. In der Kostenkalkulation eurer Reise solltet ihr daher unbedingt berücksichtigen, dass man nicht immer und überall Freedom Camping machen kann und dass Campingplatz-Preise stark variieren. Von 0 – 180 NZD pro Nacht war bei uns alles dabei.
Unsere Erfahrung zeigt, dass Erlebnisse und ob sich ein Stopp wirklich lohnt, von vielen Faktoren, wie dem Wetter und vor allem den persönlichen Vorlieben abhängen; dass eine Wertung, ob das, was man gesehen und erlebt hat, zu den top things to do in Neuseeland gehört, also super individuell und subjektiv ist. Also lasst euch bei uns gerne „einfach nur“ inspirieren und macht euch dann euer eigenes Bild. Wir können in jedem Fall sagen, dass wir die Route genau so wieder planen würden in der angegebenen Zeit.
Unsere Route durch Neuseeland auf einen Blick:
Die besten Stopps auf unserem Camper-Roadtrip über die Nordinsel Neuseelands:
Auckland
Coromandel Peninsula mit dem Hot Water Beach & Cathedral Cove
Rotorua mit Geothermie und Maori Experience
Lake Taupo
Tongariro National Park
Himatangi Beach & Martinborough
Wellington
Die besten Stopps auf unserem Camper-Roadtrip über die Südinsel Neuseelands:
Abel Tasman National Park – Kaiteriteri
Westport & Cape Foulwind
Pancake Rocks
Shantytown Heritage Park
Hokitika Gorge
Franz Josef Glacier
Bruce Bay & Haast Pass
Lake Wanaka
Cromwell & die Highlands Go Kart Experience
Glenorchy
Queenstown
Milford Sound
Lake Pukaki & Mount Cook
Lake Tekapo
Timaru
Christchurch
Wir haben für euch jeden Stopp intensiv aufgearbeitet: Wo ihr am besten übernachten könnt, was unsere top things to do dort waren, was ihr generell wissen solltet, unsere Do’s and Don’ts und persönlichen zum Tipps zum Reisen mit Kindern durch Neuseeland. All das findet ihr in diesem Blogpost. Aber jetzt stellt ihr euch sicher erstmal die Frage:
Nordinsel oder Südinsel – was ist mit Kindern schöner in Neuseeland?
Ganz klar: das ist super individuell! Wir haben im Voraus sehr viel mit Freunden und anderen Reisebloggern gesprochen. Oft hörten wir: Die Südinsel ist naturgewaltiger, aber mit Kindern ist die Nordinsel besser, weil es dort auf kürzeren Strecken mehr kinderfreundliche Stopps inkl. Strand, Spielplätze usw. gibt.
Wir haben uns bewusst dafür entschieden, beide Inseln mitzunehmen und dann selbst zu entscheiden. Und ja, was sollen wir sagen: für uns war die Antwort am Ende total klar: uns hat die Südinsel besser gefallen. Warum? Weil die Stopps für uns außergewöhnlicher, gewaltiger, besonderer waren; weil wir hier zweimal die Chance hatten, mit Freunden unterwegs zu sein und vor allem (und ja, für uns spielt das eine große Rolle) weil das Wetter auf unserer Reise über die Südinsel besser war als oben im Norden. Wir hatten hier auch Strand, Spielplätze, Campingplätze mit Pool und Jumpingpillow für die Kids genauso wie im Norden. Und eben ein paar Naturwunder, die uns mehr umgehauen haben, als die auf der Nordinsel. ABER: Das ist eine super individuelle Einschätzung, die jeder anders empfindet. Stöbert euch deshalb gerne durch unser Reisetagebuch und entscheidet selbst, was euch eher „anmacht“. Und macht euch keinen Stress und Druck, denn auch mit Kindern und in kürzerer Zeit ist es möglich, beide Inseln zu bereisen. Ihr müsst euch nicht entscheiden! Und wenn, dann wählt nach EUREM Geschmack, nicht nach dem der anderen.
Here we go: hier kommen all unsere Stopps auf unserer Neuseeland-Rundreise
#1 AUCKLAND with Kids – unsere top things to do
Warum Auckland?
Auckland, die größte Stadt Neuseelands und trotzdem kleine, feine Metropole ist der perfekte Startpunkt zum Ankommen am anderen Ende der Welt und für viele, auch für uns, der Startpunkt einer Camper Rundreise durch Neuseeland. Wir empfehlen, wenn ihr es zeitlich unterkriegt, mindestens 2 Nächte im Hotel, um nach der langen Anreise erstmal auszuschlafen und den Jetlag zu bekämpfen. Gönnt euch die Zeit, v.a. wenn ihr so einen Camping-Trip zum ersten Mal macht. Die ersten Tage im Camper werden euch sonst „überfahren“.
Wundervolle Aussicht vom VOCO Hotel auf den Skytower in Auckland
unbezahlbare View auf die Stadt & den Skytower; besonders aus der Roof Top Bar mit dem „Loo with a view“, die aber leider mit Kids nicht besucht werden darf
perfekte Lage, um Auckland zu Fuß zu entdecken. Hier habt ihr alles Wichtige und auch alles Praktische, wie Supermarkt, Cafés, Imbissbuden in Laufdistanz
es gibt sehr leckeres Frühstück, und das bereits ab 6.30 Uhr (perfekt für Jetlag und/oder Early-Birdies
Super nettes und kinderfreundliches Personal
Es gibt Zimmer mit zwei Queensize-Betten – perfekt für eine Family of Four, um bequem schlafen zu können
Anreise vom Flughafen mit Uber ca. 25 Minuten
What to do in Auckland with kids?
Begleitet uns auf unserem Stadtspaziergang durch Downtown:
Waterfront & Harbour Pool Auckland
Ab zur Waterfront, nach so einem langen Flug erstmal die Beine vertreten. Macht einen entspannten Entdecker-Spaziergang zum People Watching, Schiffe beobachten, zum Abtauchen im Meer im Karanga Plaza Harbour Pool und Austoben aufm Spielplatz
Biegt ab in die Queen Street zum (window) Shopping, am Ende der Einkaufsmeile im Myers Park die Kids den Spielplatz entdecken lassen.
Macht von hier einen Abstecher auf den Aotera Square mit der Auckland Town Hall und dem kleinen Park mit Spielgeräten und nem Coffee Shack für die Großen.
Weekend Vibes: Hier in den Städten ist an den Wochenenden immer so viel (nicht nur) für Familien geboten. Wir landeten zufällig auf dem Auckland Art Battle zum Mitmachen & Zuschauen, sind in eine nepalesische (?) Parade geraten & über mehrere, wunderschöne Märkte geschlender
Art Battle Auckland – hier gibt’s immer was zum Mitmachen
Christmas Time: what a vibe! Ihr seid zur Weihnachtszeit in Auckland? Weihnachtsmänner unter der leuchtenden Sonne, während man Shorts und Flipflops trägt, sind ziemlich cool. Tipp: die Franklin Road ist in dieser Zeit besonders schön beleuchtet.
Weihnachten in Neuseeland – bei strahlendem Sommerwetter
Was wir nicht mehr geschafft haben:
Mount Eden – Tolle Aussicht und ganz viel Ruhe vom Großstadtrummel habt ihr von Aucklands berühmtesten Vulkankegel, der auch unter dem Namen Maungawhau bekannt ist.
Ein Daytrip nach Waiheke Island – was für ein kleines Paradies mit wunderschönen Stränden und einzigartigen Weingütern – ganz viele Good Vibes
Wo in Auckland mit Kindern essen gehen?
Auckland bietet kulinarisch einen Schmelztiegel der Kulturen und hier in der Stadt gibt es kein Gericht, das es nicht gibt. Lasst euch einfach treiben und esst, wo es euch gefällt, ohne vorher Bewertungen zu checken; so findet man meistens die besten Places. Hier haben wir trotzdem für euch unsere Erfahrungen zusammengetragen:
Auckland fish market direkt an der Waterfront mit dem vermutlich frischesten und sehr leckeren Seafood. Kommt nicht allzu spät, denn dann haben viele Stände bereits geschlossen.
Harbour Eats – schöner Foodcourt mit leckeren internationalen & exotischen Food Stalls UND Burger, Pommes & Pasta für kleine Schleckermäuler
Zum Nachtisch oder für zwischendurch gibt’s leckeres Eis bei Duck Island Icecream
Was wir euch sonst noch über Auckland sagen wollen
Fast alles könnt ihr hervorragend zu Fuß erreichen. Falls kleine Füße aber doch mal müde werden, darf man in Neuseeland (im Vergleich zu Australien) mit Kindern per Uber fahren. Das funktioniert hervorragend für kürzere, aber auch längere Strecken, wie zum Flughafen oder zur Mietstation des Camperverleihs
Pipi-Alarm – oftmals haben kleinere Imbisse oder Cafés keine eigenen Toiletten. Mit Kindern eignen sich am besten Shoppingmalls jeder Größe. Hier gibt’s fast immer saubere und ausreichend Toiletten. Die öffentlichen WCs an Spielplätzen und in der Stadt ließen von der Hygiene leider etwas zu wünschen übrig.
Schützt euch vor der Sonne! Auch wenn sie nicht da ist. Dass ist kein Tipp nur für Auckland, sondern für eure gesamte Neuseeland-Reise. Auch wenn es komplett bewölkt ist, ist die Sonne da. Immer und stark! Wir schwören dabei auf die vor Ort verfügbare Banana Boat Sonnencreme**, die wir auch bereits auf unserer Australien-Reise genutzt haben.
#2 COROMANDEL PENINSULA – HOT WATER BEACH & CATHEDRAL COVE
Wo übernachten auf der Coromandel Halbinsel?
Perfekte Lage, perfekte Ausstattung zum Ankommen & Eingrooven ins Vanlife bei einem Roadtrip durch Neuseeland ist der Hot Water Beach Top 10 Holiday Park. Die Fahrtzeit ab Auckland beträgt knapp 2 Stunden, auf dem Weg dorthin lassen sich hervorragend alle (ersten, großen) Einkäufe im Supermarkt und bei Kmart oder Bunnings machen, wo wir an Tag 1 der Reise direkt immer das Equipment im Camper aufstocken, das uns noch fehlt (z.B: Fußvorleger für die Türe, Schere, Klebeband, Sandelspielzeug für die Kids, usw.).
Der erste Campingplatz der Reise Diesen Campingplatz haben wir bereits im Voraus gebucht, denn nach Camper-Übernahme und Großeinkauf ist man froh, wenn man genau weiß, wohin man will und einfach „ankommen“ kann. Auf voll ausgestatteten Holiday Parks verschwinden Kinder schnell auf den Spielplatz oder’s Hüpfkissen, sodass entspannt Zeit bleibt, um das Gepäck sinnvoll im Camper zu verstauen. Und wenn man dann vor dem Abendessen noch schnell gemeinsam in den Pool springen kann, startet so eine aufregende Reise mit ganz vielen good Vibes für alle.
Dieser Campingplatz punktet mit:
einem schönen Pool (und die sind wirklich selten in Neuseeland, also genießt es!)
Spielplatz
Jumping Pillow
Go-Karts
Familienduschen
einer gut ausgestatteten Camp-Kitchen und BBQ Area
sauberen Waschmaschinen
einer gut ausgestatteten Bar inkl. Movie-Area und sehr leckerer wood fired Pizza
und last but not least und am wichtigsten: die kurze Laufdistanz zum Strand; zum Hot Water Beach
Tipp für alle, die mehr wollen: die Top10 Campingplätze
Die Top 10 Campingplätze gibt es verteilt in ganz Neuseeland, unterteilt in verschiedene Kategorien, die anzeigen, ob bspw. ein Pool dabei ist oder nicht. Ein bisschen vergleichbar mit den Big4 Campingplätzen in Australien. (>Darüber haben wir hier berichtet.) Mit einer jährlichen Mitgliedschaft (alle Infos dazu >hier) spart man bei jeder Buchung 10% und es gibt diverse Benefits; z.B. dürfen Member Kids meistens for free Go-Kart fahren. Wir hatten diese Mitgliedschaft nicht gebucht, da wir uns alle Camping-Optionen offenlassen und nicht gedanklich „festlegen“ wollten. Das Netz an Top10 Campingplätzen ist aber wirklich sehr gut und für uns gibt es -wenn man richtig gut ausgestattete Holiday Parks möchte- in Neuseeland wenige Alternativen in solcher Dichte. Wir haben es nie ausgerechnet, aber wahrscheinlich hätte sich die Membership am Ende doch gelohnt… ABER: wir müssen auch sagen, im Vergleich zu den 5*-Campingplätzen in Europa oder den NRMA oder BIG4 in Australien, können die meisten Top10 Campingplätze in Neuseeland Ausstattungs-technisch leider nicht mithalten. Trotzdem gibt es wirklich sehr, sehr schöne Plätze.
Top things to do auf der Coromandel Peninsula
HOT WATER BEACH Warum ist der Hot Water Beach ein Top Thing to Do in Neuseeland?
Hot Water Beach mit Kindern
Einmal im Sand am Strand mit Blick auf den kalten Ozean im warmen Wasser sitzen? Ja, genau darum geht’s. Der Hot Water Beach ist längst kein Geheimtipp mehr, aber ein absolutes Must-Do auf der Nordinsel Neuseelands.
Das müsst ihr wissen über den Hot Water Beach:
Fußweg zum Strand vom Campingplatz ca. 10 Minuten.
Die Badewannen-Löcher schaufelt jeder selbst. Große Schaufeln gibts beim Campingplatz für 5$ (holt euch am besten direkt bei der Anreise eine, die sind schnell vergriffen!)
Dann -ganz wichtig- zur richtigen Uhrzeit ab zum Strand. Denn nur bei Ebbe (2x am Tag für ca. 2 Std.) kann man nach den heißen Quellen buddeln und warmbaden am Meer. Die Zeiten erfahrt ihr an der Rezeption.
Aber Achtung: die heißen Quellen treten punktuell auf und können wirklich sehr, sehr heiß werden! So heiß, dass man sich wirklich verbrennen kann. Also vor allem mit (kleinen) Kindern gut aufpassen.
Denkt auch immer, auch bei Wolken, an ausreichend Sonnenschutz!
Erwartet nicht nen einsamen Strand – der Hot Water Beach ist eine der top Sehenswürdigkeiten Neuseelands – natürlich wollen den viele Menschen erleben.
Es gibt auch noch andere Strände mit heißen Quellen, die als Geheimtipp gehypt werden. Wir fanden es aber eigentlich ganz cool, gemeinsam mit Menschen from all over the world Löcher zu buddeln. So viele Erwachsene aus allen Herren Ländern mit Schaufeln in der Hand, für David ein riesiges Highlight. Es war irgendwie so schön zu sehen, wie Fremde gemeinsam für etwas kämpfen, sich dann füreinander und miteinander freuen und -im wahrsten Sinne des Wortes- eng zusammenrücken. Das war einer dieser „Travel-Marmeladenglas-Momente“. Zu merken, es gibt sie noch: die Community!
CATHEDRAL COVE
Cathedral Cove eine tolle Wanderung mit Kindern
Ein weiteres Highlight auf der Coromandel Peninsula ist die Cathedral Cove, eine einzigartige Felsformation, die aussieht wie eine Kirche; direkt an einer wunderschönen Bucht. Wie ihr mit Kindern ganz easy, abenteuerlich und trotzdem kinderfreundlich zur Cathedral Cove kommt?
Fahrt mit dem Camper nach Hahei auf den großen Besucher-Parkplatz
Von dort bringt euch ein Shuttle-Bus für ein paar Dollar zum Startpunkt für die Wanderung, den ihr im Sommer nicht selbst mit einem Fahrzeug ansteuern könnt. (Von hier könnt ihr am Ende auch wieder zurückfahren).
Ab dort geht’s dann zu Fuß auf einer befestigten Straße (für Kinder doch recht steil) bergauf und bergab in ca. 45 Minuten zum Cathedral Cove Beach mit der Sphinx Formation und der berühmten Kathedralen-Höhle. Kinderwagen-tauglich ist der Weg trotzdem nur bedingt, denn am Schluss warten sehr viele Treppen hinab zum Strand.
Auf dem Weg gibt es einmal Toiletten und einen kleinen Kiosk mit Eis & Co. Ansonsten gibt es keine Verpflegung, also denkt an Snacks und vor allem Trinkwasser.
Der Strand ist wirklich schön und eignet sich nach der Wanderung für eine Abkühlung im Meer.
Top Tipp: Wer -wie wir- müde Kinderfüße am Start hat, die einfach nicht mehr laufen können, nimmt am besten das Wassertaxi zurück und sieht so die atemberaubende Küste noch vom Wasser aus, mit etwas Glück sogar Delfine oder andere Meeresbewohner.
Und hier noch ein paar kinderfreundliche Stopps auf der Coromandel Peninsula, die wir uns gespeichert, aber leider nicht besucht haben:
Waiau Kauri Grove – mit großen Kauri-Bäumen und den Waiau Falls
Long Bay an der Westküste der Coromandel Halbinsel, wo es einen 40-minütigen Rundweg weg, bei dem man ebenfalls Kauri-Bäume entdecken und an einer wunderschönen Bucht baden kann
Driving Creek Railway: Zügle fahren und Ziplining in atemberaubender Natur.
Pauanui Beach & Whangamata Beach als weiter Badestopps an der Ostküste in südlicher Richtung
Noch ein paar Tipps zum Fahren im Linksverkehr in Neuseeland – vor allem mit großem Wohnmobil
die Anfahrt auf die Coromandel Halbinsel ist recht kurvig, plant also Zeitpuffer ein!
Das gilt für alle Fahrten durch Neuseeland. Hier liegen viele Orte zwar vergleichsweise nah beieinander, aber man durchfährt viele kurvigen und vor allem hügeligen Gegenden. Das kostet Zeit und auch Kraft für den Fahrer. Ein Wohnmobil ist nicht ein Auto und auch kein Kastenwagen; eher so LKW-Style…
Mit Wohnmobil darf man generell nicht so schnell fahren wie mit dem Auto oder kleineren Campern. Informiert euch unbedingt vorab über die Verkehrsregeln, Speed Limits und Straßenbedingungen.
Es dürfen grundsätzlich -je nach Fahrzeug und Vermieter- auch nicht asphaltierte Straßen gefahren werden, aber nicht alle und ihr solltet euch gut überlegen, was ihr euch zutraut mit einem ungewohnt großen, schweren Fahrzeug.
Das gilt auch fürs Freedom Camping auf unebenem Grund. Einmal festgefahren, könnte es je nach Gegend dumm laufen, bis jemand kommt, der euch helfen kann.
Ihr müsst sehr viel und sehr oft tanken, die großen Kisten schlucken unheimlich viel Benzin. Achtet besonders in verlassenen Gegenden darauf, wo die nächste Tankstelle ist und tankt rechtzeitig. Es kommt durchaus auch vor, dass es an der einen Tankstelle dann doch keinen Diesel mehr gibt.
Ihr seid nicht allein auf der Straße unterwegs. Fahrt umsichtig und bedenkt längere Bremswege mit schweren Fahrzeugen. Nutzt auch gerne die „Slow vehicle lane“ oder „bay“, wenn ihr schnellere Fahrzeuge hinter euch habt. Die Kiwis freuen sich und bedanken sich herzlich bei euch.
Entgegen der Meinungen vieler, die uns im Vorfeld geraten hatten, Rotorua mit Kindern zu skippen, weil es „eh einfach nur nach Pups stinkt überall“, können wir sagen: Rotorua war eines unserer persönlichen Highlights auf der Nordinsel Neuseelands und einfach WOW – geballt voller Erlebnisse, die wir alle so noch nirgends auf der Welt gesehen haben: Geysire, dampfende Matsch-Pools, eine unvergleichliche Maori-Performance und ganz viel Eintauchen in eine uns bis dahin komplett unbekannte Kultur. Und zwei Kinder, die den Gestank nach faulen Eiern einfach ignoriert haben und einfach nur staunten.
Kleiner Tipp auf dem Weg nach Rotorua: die Blue Springs & Bethlehem
Auf dem Weg von der Coromandel Peninsula in Richtung Rotorua wollten wir eigentlich an der Putaruru Blue Spring stoppen – eine kurze, kinderfreundliche Wanderung von ca. 45 – 60 Minuten zu einer einzigartigen blau und grün leuchteten Quelle. Die ist wirklich so unfassbar schön, wie sie auf den Bildern aussieht, denn Freunde von uns waren einige Tage später wirklich dort. Für uns ist der Stopp wetterbedingt leider ins Wasser gefallen. Rotorua begrüßte uns nämlich mit strömendem Starkregen und der Erkenntnis, dass unser Wohnmobil mehrere Lecks hatte. Dazu aber später mehr.
Zum Einkaufen auf dieser Strecke eignet sich hervorragend der kleine Ort Bethlehem, denn hier findet ihr Supermarkt, kleine Händler, Kmart, Spielplatz, Baumarkt, Imbissbuden, Tankstelle und alles, was man sonst so braucht, auf einem Fleck.
Großeinkauf in Neuseeland? Belohnt alle: Die Kids meist mit einer Spielplatz-Option und uns Große mit leckerem Sushi.
Wo in Rotorua übernachten?
Rotorua ist nicht nur bekannt für seinen Schwefelgeruch, sondern auch ein echtes Urlaubsmekka. Entsprechend scheiterte hier direkt unser erster Versuch für Freedom Camping. Denn: wir kamen viel zu spät am Abend auf einem sehr kleinen (und für Wohnmobile sowieso ungeeigneten) Parkplatz mitten in der Stadt an, den wir über die App Camper Mate gefunden hatten. Jegliche Campingplätze im Umkreis waren bereits geschlossen und wir stellten uns gleich beim ersten Fehlversuch die Frage, ob uns unsere Illusion des spontanen Reisens durch Neuseeland während der High Season in den nächsten Wochen das Knie brechen würde. Nach einer langen Fahrt, viel Frustration, weil wir neben einem Einkauf im Supermarkt auch mehrere ungeplante Stopps in Baumärkten machen mussten, um das Wasserleck irgendwie zu fixen, war bei strömendem Regen jetzt nicht nur die Stimmung der Kids im Eimer, sondern auch unsere. Ein Glück hatten wir die Sicherheit, in unserem Wohnmobil alles am Start zu haben: Bett, Essen, Trinken, Klo, Heizung! Denn ja, die hatten wir in 30 Tagen Neuseeland-Sommer fast täglich an; vor allem am Abend und am Morgen, bei 3 Grad Außentemperatur ein schöner Luxus.
Also: erstmal keine Panik. Das Wichtigste in einer solchen Situation: Vermittelt euren Kindern Ruhe und Sicherheit. Zeigt ihnen, dass immer mal was schief gehen kann, dass man dann aber auch eine Lösung findet. Und ja, das sagt sich manchmal so einfach und auch bei uns knallt die Nerven-Sicherung in solchen Momenten mal durch, aber am Ende lernen wir alle daraus und sind beim nächsten Mal gewappnet. Nach ein bisschen mehr Recherche und weiteren unbeantworteten Anruf-Versuchen auf Campingplätzen, fanden wir schließlich ein richtig cooles Plätzchen im Wald. Und Silikon im Baumarkt zum Fixen unseres Wasserlecks.
Beim Waipa Whakarewarewa Forest Carpark etwas außerhalb der Stadt gibt’s nicht nur coole Mountain Bike Tracks, sondern auch öffentliche Toiletten, freie Stellplatzwahl inmitten des Waldes und Secret Hot Tub Pools in der Nähe. Alles für self-contained campers only! Eine Registrierung ist von 9-16 Uhr an der Info-Site oder außerhalb der Zeiten einfach über einen QR-Code direkt vor Ort möglich.
Alles in allem ein viel schönerer Platz als ein Parkplatz mitten in der Stadt und für eine Nacht für uns völlig ausreichend und selbst im Regen sehr idyllisch.
Übrigens, was ist, wenn in Neuseeland auf der Reise mit dem Wohnmobil irgendwas ist?
Eine sehr wichtige Frage, die ihr bei der Auswahl eures Campers unbedingt berücksichtigen solltet: Was ist wie hoch versichert? Welches Risiko möchte ich dahingehend eingehen? Welche Möglichkeiten habe ich? Viel wichtiger aber: Was ist, wenn während der Reise irgendetwas Unerwartetes mit dem Fahrzeug ist?
Wir lassen uns genau deshalb immer noch (trotz jahrelanger eigener Erfahrung) von den Experten der CamperOase zu diesem Thema beraten und wählen die Fahrzeuge, aber vor allem die Anbieter dahinter weise: Denn unsere jahrelange Erfahrung zeigt: Es ist (fast) immer irgendwas. Und dann ist eben die Frage: wie schwerwiegend? Brauche ich eine Werkstatt? Sind es Kleinigkeiten, die ich weg ignorieren kann? Sind es Dinge, die man selbst fixen kann? Dabei finden wir, ist es wichtig, einen Anbieter zu haben:
der immer gut erreichbar ist und schnell antwortet
der sich kümmert und Lösungen anbietet, die zufriedenstellend sind
mit dem man offen kommunizieren kann, denn: nichts ist schlimmer, als ein Fahrzeug beschädigt zurückzugeben und es nicht zu kommunizieren. In der High Season arbeiten die Mitarbeiter dort auf Hochtouren, die Camper schnellstmöglich für die nächsten Mieter fertig zu machen; da kann im Zweifel auch mal ein kaputter Campingtisch oder eine fehlende Schraube übersehen werden. Deshalb: ihr wünscht euch Ehrlichkeit? Seid selbst ehrlich!
In unserem Fall haben wir uns auf Anraten der CamperOase für Wendekreisen* entschieden; eine kleine Vermietungsfirma, die bei den Kastenwägen darauf setzt, eigene Ausbauten zu machen; durchdacht und hochwertig. Auch unser Wohnmobil war hochwertig ausgestattet, allerdings schon ein paar Jahre alt. Das ist nicht schlimm, aber brachte eben ein paar Kleinigkeiten mit sich. Ein kaputter Schubladenverschluss, fehlende Schrauben an der Fernseh-Halterung und eben die Wasserlecks. All das haben wir zeitnah an Wendekreisen gemeldet. Wir hätten damit in eine Werkstatt fahren können, haben uns aber aufgrund Manus handwerklichem Geschick und der anstehenden Weihnachtsfeiertage dagegen entschieden. Stattdessen kostete uns diese Entscheidung ein paar Dollar für Gaffa-Tape und Silikon und mit der Erlaubnis des Vermieters haben wir die Sache selbst in die Hand genommen.
Unsere Tipps zur Camper-Vermietung also:
Rechtzeitig dem Vermieter Bescheid geben. Lösungen anfordern und klar kommunizieren, was ihr euch wünscht.
Wenn ihr handwerklich begabt seid und es euch zutraut, kümmert euch selbst drum bei Kleinigkeiten – spart Zeit, extra Strecke und Nerven. ABER: Lasst euch das vorab freigeben und bestätigen!
Bei größeren Problemen, setzt den extra Tag für nen Werkstatt-Besuch. Nichts ist schlimmer, als sich die ganze Reise über etwas aufzuregen. Wir hatten einen ähnlichen Fall letztes Jahr in Australien mit einem Steinschlag, weswegen wir in eine Stadt fahren mussten, die wir niemals angefahren hätten. Dort lag direkt neben der Werkstatt ein riesiger, wunderschöner Wasserpark, den die Kids heute noch als eines der Highlights der Reise empfinden. No worries, heißt hier die Devise und immer schön das Beste draus machen! Wer weiß, wo es euch hinführt?!
Jetzt aber zurück nach Rotorua…
Top Thing to Do in Rotorua mit Kindern: Ein Besuch bei Te Puia New Zealand Maori Arts & Crafts Institute
Ein großer Wunsch für diese Reise war der Besuch einer Maori Experience. Lange haben wir recherchiert und gelesen, welche mit Kindern in diesem Alter wirklich Sinn machen und viele verschiedene Meinungen gehört. Am Ende haben wir uns spontan am Morgen für Te Puia entschieden, weil unser Campspot direkt um’s Eck war, sodass wir pünktlich direkt für eine der ersten Führungen vor der Tür standen. Einen Vergleich mit anderen Experiences können wir nicht ziehen, aber für uns war dieser Besuch ein absolutes Highlight! Denn Te Puia bietet das Beste aus Rotorua auf einem Fleck:
ein Kiwi Conservation Centre, bei dem man echte Kiwi-Vögel sehen kann und viel Wissenswertes über die einzigartigen Tiere erfährt,
ein geothermales Feld mit blubbernden Mud Pools
und den Pohutu Geysir,
knallfarbige Thermalbecken,
eine kleine Zugfahrt
und wundervoll witzige Guides, die kurzweilig alles erklären.
Das Highlight für uns aber war der Besuch des Craft Instituts
und die Haka Vorführung, bei denen wir alle voll in die Kultur der Maoris eintauchen und viele Fragen stellen konnten. Ein einmaliges und unvergessliches Erlebnis, das sich unbedingt lohnt!
Maori-Experience mit Kindern – perfekt bei Te PuiaEchte Kiwi-Vögel können hier auch bestaunt werden.Pohutu-Geysir, Mud-Pools & Blue Lake – Geothermie in NeuseelandTe Puia Crafts Institute – live dabei beim Kunsthandwerk der MaoriDas Higlight: die Haka-Vorführung bei Te Puia
Was man in Rotorua sonst noch machen kann
Als Alternative oder wem’s besonders gut gefällt zusätzlich: das Geothermalgebiet rund um Waiotapu mit dem Lady Knox Geysir und den berühmten Champagne Pools.
Skyline Luge – eine Art Sommerbobbahn, die ziemlich viel Spaß macht (haben wir in Singapur mit den Kids gemacht)
Maori Dorf Ohinemutu direkt am See
Kuirau Park in der Stadt mit heißen Thermalquellen
Redwoods Treewalk mit Hängebrücken durch den Wald
Te Wairoa – das verborgene Dorf im Wald mit Wasserfall
Waimangu Valley – geothermales Gebiet
Kerosene Creek – wo man dank einer heißen Thermalquelle im Fluss bei warmem Wasser baden kann
Für uns ging’s stattdessen früh am Tag weiter in Richtung Süden.
#3 Lake TAUPO & Huka Falls
Speed Boote beobachten, Pommes essen in einem Oldtimer-Flugzeug und das Leben genießen. Und dann sind da auf den Vanlife-Reisen auch diese Dinge, über die man sich vorher nicht so viele Gedanken macht: dumpen und tanken standen auch wieder auf der Agenda.
Tipps zum Freedom Camping in Neuseeland:
Wer freistehen möchte, braucht eine self-contained Auszeichnung, die als Aufkleber auf dem Fahrzeug erkenntlich sind. Dafür gibt es diverse Vorgaben, die in den letzten Jahren stark verschärft wurden. Mit einem Kastenwagen oder Wohnmobil seid ihr immer auf der sicheren Seite, denn ihr habt Frisch- und Abwassertank, eine Toilette und Mülleimer automatisch dabei. Trotzdem solltet ihr euch dessen bewusst sein, dass ein Wassertank sowie das Füllvolumen einer Camping-Toilette begrenzt sind. Für uns Vier war wildcampen mit unserem Wendekreisen Wohnmobil ohne weitere, passable Toilette in der Nähe maximal 2, mit viel Glück vielleicht 3 Nächte möglich. (Kleiner Side-Fact: ins Gebüsch kacken ist für uns keine Option und wir verstehen, warum manche Kiwis mittlerweile sehr gereizt auf ausländische Camper reagieren. Ja, es gibt leider immer noch genügen, die das tun, weil sie vielleicht doch kein Klo an Board haben und es ist einfach widerlich!) Spätestens dann mussten wir dumpen und Wasser auffüllen. Das ist in Neuseeland sowohl auf der Nord- als auch der Südinsel in aller Regel problemlos und kostenlos möglich, kostet aber eben ein bisschen extra Zeit. Lasst euch gut beraten bei der Auswahl des richtigen Fahrzeugs.
Freedom Camping am Lake Taupo
Wo übernachten am Lake Taupo?
Südöstlich der Stadt Taupo in der Whakaipo Bay gibt es einen sehr großen, wunderschönen und kostenlosen DOC Freedom Campingspot zum Freistehen; direkt am Seeufer des Lake Taupo inmitten von ganz viel Grün. Hier gibt es ein Plumpsklo und Lake-View mit der Chance auf einen atemberaubenden Sonnenuntergang.
Campingplätze von DOC – dem Department of Conservation of New Zealand
DOC bietet ein breites Netzwerk an naturnahen, sehr basic ausgestatteten Campingplätzen. Man kann sich entweder online registrieren und/oder per Formular und Cash-Box vor Ort. Auch hier besteht die Möglichkeit für eine Jahres-Mitgliedschaft. Neben den Münzen für die Waschmaschinen waren die DOC Campgrounds die einzigen Gründe, wofür wir auf dieser Reise ab und zu Bargeld benötigten. Kleine Scheine helfen; denn Wechselgeld gibt’s logischerweise keins bei solchen Self-Check-In-Boxen.
Top Things to do in Taupo
HUKA FALLS Kleine, feine und kinderfreundliche Wanderung zu den tosenden Wasserfällen, die man entweder ganz kurz nur über den kleinen, kurzen Loop entdecken kann oder mit ca. 7 km Strecke ab dem Spa Thermal Park in der Nähe von Taupo. Mit etwas Glück kann man ein paar mutigen Kayakern und/oder dem Speedboat zuschauen, das regelmäßig seine Passagiere direkt an den Wasserfall ranfährt. Hier entlang laufen auch viele MTB Trails.
Huka Falls bei Taupo
LAKE TAUPO Am Seeufer entlang vorbei am I LOVE TAUPO Schriftzug schlendern, beim Golfen „One in a hole“ treffen, eine Bootstour zu den Maori Rock Carvings machen oder Tretboot fahren, Baden im See und zum Abschluss natürlich ein Happy Meal in einem der 10 coolsten McDonalds weltweit essen: Welcome on Board des Oldtimer-Flugzeugs mit dem goldenen M.
#4 Tongariro Nationalpark mit Kindern – top oder Flop?
Vulkan-Kulisse, surreale Landschaften, vor allem aber auch das ganztägige Alpine-Crossing – dafür ist der Tongariro National Park bekannt. Eine 10-stündige Berggipfel-Überquerung ist wohl eher nicht das, was man mit Kindern in dem Alter gut machen kann. Deshalb widmen wir uns der Frage: Kann man den Tongariro National Park auch mit kleineren Kindern besuchen und lohnt sich das überhaupt? Wir sagen: wenn das Wetter passt und eure Kinder einigermaßen gut und gerne wandern: ja! So haben wir es gemacht:
Taranaki Falls – auch mit Kids eine tolle Wanderung im Tongariro National Park
Wo übernachten im Tongariro National Park?
Wir empfehlen die Manghawero Campsite von DOC – mit nur 6 Stellplätzen, Plumpsklo, inmitten des Waldes. Nachts hört man die Kiwi-Vögel trillern. Tipp: muss online vorgebucht werden und kostet ca. 40$/Nacht.
Top things to do mit Kids im Tongariro National Park
TARANAKI FALLS TRACK – einfache, aber spannende Wanderung, 6 km Rundweg (wir empfehlen rechts rum zu gehen, um die steilen Treppen am Wasserfall nicht hoch zu müssen). Inklusive Blick auf die Krater bei freier Sicht, Vulkangestein, glasklarem Wasser, grünen Wäldern, einigen Infotafeln zum Beispiel zum Stinkholz und natürlich dem 20 Meter hohen Wasserfall Taranaki Falls. Angegeben mit 2 Stunden, mit Kindern aber genügend Puffer für Entdeckungen und Pausen einplanen. Denkt unbedingt auch an ausreichend Verpflegung, Sonnen- aber auch Regenschutz; das Wetter kann hier schnell umschlagen.
Taranaki Falls TrackVesperpause beim Wandern – genügend Snacks, Wasser, Regen- und Sonnenschutz und los geht’s!Steine ins Wasser werfen is always a good idea – so wie hier im Tongariro National Park
SKY WAKA GONDOLA – mit der Glasboden-Gondel auf den Mt. Ruapehu über die Wolken, türkisfarbene Flüsse und getrocknete Lava-Ströme. Wetterbedingt mussten wir das leider streichen. Zu der Zeit, als wir da waren, war übrigens auch das Tongariro Alpine Crossing wegen erschwerter Sicht und starkem Wind gesperrt. Wer viel wert auf diesen Stopp legt, sollte also ein paar Tage Puffer einplanen.
Noch ne Runde #realtalk: Ja, auch unsere Kinder laufen mit 6 und 4 Jahren nicht 3 Stunden durch Wind und Wetter ohne ein „Ich kann nicht mehr laaaufen“, aber mit Snacks, kreativen Geschichten über den Vulkan-Gott aus dem Kinderreiseführer „Neuseeland for kids“** und Pausen zum Steine ins Wasser werfen, „holt man sie zurück“ ins Abenteuer-Leben.
Und danach ging’s nach drei Nächten Freedom Camping und viel Wildnis dafür wieder auf einen Campingplatz mit Vollausstattung inklusive Spielplatz. Alles eine Frage des Kompromisses (ganz nebenbei freuten sich Mama und Papa auch mal wieder auf ne richtige Dusche).
#5 HIMATANGI BEACH & MARTINBOROUGH
.. oder auch: unser NZ Vanlife zwischen Sonne und Regen, zwischen Sandkasten und Weinreben. Unser nächster Stopp führte uns an die Westküste der Nordinsel nach Himatangi. Endlich raus aus dem Regen, rein in die Sonne, so der Plan. Der kilometerlange Strand war wild, wunderschön und sehr windig – und gleichzeitig eine Straße, also leider nix für uns für den Moment. In der Nacht erlebten wir einen heftigen Sturm; während sich die Kinder in den Schlaf wiegen ließen und wie Steine schliefen, lag Mama stundenlang im Alkoven wach. Willkommen in Neuseeland – 4 seasons in a day, Weltuntergang by night!
Himatangi Beach
Wo übernachten in Himatangi?
Nach drei Nächten wildcampen freuten wir uns alle Vier über einen richtigen und gut ausgestatteten Campingplatz: da fiel die Wahl einmal mehr auf einen Top10 Platz. Der Top10 Holiday Park Himatangipunktet mit:
Laufdistanz zum Strand
Großem Spielplatz mit Matschküche und Trampolin
Sauberen Waschräumen
Camp Kitchen und BBQ Area
Ordentliche Laundry – auch dafür solltet ihr in eurer Reiseplanung regelmäßig Tage einplanen, an denen ihr ausreichend Zeit habt zum Wäschewaschen.
Weil uns der Wettergott mal wieder einen Strich durch die Rechnung macht, entscheiden wir uns spontan für einen Abstecher nach Martinborough, ein kleines Weingebiet landeinwärts.
Wine Tasting in Neuseeland in Martinborough
Dort in Martinborough kamen wir leider erst am Nachmittag an, sodass wir nur noch ein Weingut besuchen konnten. Weil wir in einem neuseeländischen Blog gelesen hatten, dass sie sehr kinderfreundlich sein sollten, tauchen wir bei Luna Estate Winery in die Wahrheiten über neuseeländischen Wein ab. Für die Kinder gabs allerdings außer einem Kellnerblock und Kuli zum „Malen“ und einem Feijoa-Saft aus der beliebten, neuseeländischen Frucht, der uns allen aber nicht schmeckte, leider nichts mehr von den in dem anderen Blogpost angepriesenen Spielsachen. Wir hatten dank Wohnmobil aber unseren Hausstand ja dabei und konnten dann zumindest in Ruhe ein ganzes Tasting zu Ende machen und noch eine Kleinigkeit essen, bevor wir uns auf die Suche nach einem Campspot machten. Empfehlen würden wir das Weingut mit Kindern nicht explizit. Ziemlich cool fanden wir die Möglichkeit in Martinborough diese typischen Urlaubs-Fahrräder mit Dach und mehren Sitzen auszuleihen, um damit von Weingut zu Weingut zu fahren. Wäre das Wetter besser gewesen und hätten wir noch einen Tag mehr zur Verfügung gehabt, hätten wir das gerne ausprobiert.
Ein Highlight: der Freedom Campspot am Lake Wairarapa
…wo wir direkt am Seeufer unser Nachtlager aufschlagen konnten. Bei gutem Wetter ist das wirklich ein toller Spot, an dem man es aushalten kann. Wir hatten leider wieder sturzbachartige Regenfälle, aber immerhin unseren Weinvorrat in Martinborough aufgestockt. Hatten wir schon mal erwähnt, dass wir echt froh über unsere Heizung im Wohnmobil waren, die im übrigen auch hervorragend nasse klamotten ganz schnell trocknet? Im angrenzenden Städtchen Featherson gibt es eine gute Dumping-Option, die die Kids perfekt auf dem riesengroßen und echt tollen, inklusiven Spielplatz überbrücken können.
Freedom Camping am Lake Wairarapa
#6 Wellington – Hauptstadt-Vibes
2 Tage im Windy Capital of New Zealand mit Kindern – hier kommen unsere wichtigsten Tipps für Wellington für euch. Wusstet ihr, dass weder Auckland noch Christchurch die Hauptstadt Neuseelands sind? Das kleinere Wellington ist auf einem Roadtrip durch Neuseeland zudem einer der wichtigsten Stopps. Denn ab hier starten die Fähren zur Südinsel. Aber auch sonst hat Wellington mit Kindern einiges zu bieten.
Wo in Wellington mit dem Camper übernachten?
Wer rechtzeitig kommt, schnappt sich einen der overnight Plätze auf dem WCC Barnett St Carpark für 30$ pro 24h direkt neben dem Te Papa Museum. Zentraler geht nicht. Ausstattung gibt es allerdings keine. Achtung: Von Samstag auf Sonntag geht’s nicht, da sonntags bis 16 Uhr Markt ist. Wer wie wir sonntags anreist, sollte kurz vor Marktende da sein und sich „einreihen“, denn von den offiziellen Overnight Parkplätzen gibt es tatsächlich nur ca. 10-15 Stück. Eine Alternative gibts in der Evans Bay.
TOP THINGS TO DO für 2 Tage Wellington mit Kindern
Spaziergang an der Waterfront vorbei am Wellington Sign, dem Man of Solace bis zum Frank Kitts Park mit dem tollen Spielplatz direkt mit Meerblick. Direkt daneben gibt’s leckeres Eis & guten Kaffee.
Zum Flanieren und Abendessen geht’s in die Cuba Street. Wir können den Thai oberhalb der Bucket Fountain empfehlen. Allerdings hatten wir uns nach all dem, was wir über die Straße gelesen hatten, etwas mehr erhofft. Entweder lag’s am Sonntag, am Wetter oder an unserer Erwartungshaltung. Auffällig waren für uns hier lediglich die vielen Betrunkenen und Junkies.
Absolutes Muss aus unserer Sicht: die Fahrt im roten, berühmten Cable Car. Oben wartet der Botanische Garten mit einzigartiger Aussicht, einem richtig coolen Spielplatz und dem Cable Car Museum. Fleißige Beinchen laufen zurück hinab in die Stadt oder fahren -wie wir- faul wieder runter.
Ein bisschen Big City Life leben; Kaffee trinken (Achtung, auch in Neuseeland schließen die meisten Cafés spätestens um 15 Uhr!) und shoppen gehen rundum den Lambton Quay
Was auch nicht fehlen darf, ist der Besuch im Te Papa Tongarewa Museum– unglaublich informativ & interaktiv für Kids und wirklich so toll wie alle sagen. Kleiner Minus-Punkt: einige Ausstellungsbereiche; u.a. zwei von drei expliziten Kids Areas, waren geschlossen als wir da waren. Zu entdecken gab es aber dennoch genug. Tipp: ab 17.20 Uhr kostet es keinen Eintritt mehr; 40 Minuten sind aber unserer Meinung nach zu wenig um alles auszuprobieren. Unser Highlight war das Earthquake-House, in dem ein typisches neuseeländisches Erdbeben nachempfunden werden kann.
leckeres Essen, gutes Bier und lustige Gespräche mit Kiwis gibt’s bei Panhead Custom Ales direkt in der Nähe des Übernachtungs-Parkplatzes
Wellington mit Kindern – das waren unsere top things to do
WAS IHR SONST NOCH ÜBER WELLINGTON WISSEN SOLLTET:
Wellington ist wunderbar zu Fuß zu erkunden
windy Wellington kommt nicht von ungefähr, wenn’s stürmt, dann ordentlich, habt immer noch ein zusätzliches Oberteil dabei
von Wellington legen die Fähren auf die Südinsel ab
die Obdachlosen- und Drogenszene ist hier sehr präsent. Das sollte man einfach vorher wissen, wenn man mit kleineren Kindern unterwegs ist, die ständig alles hinterfragen…
#7 Fähre in Neuseeland: so kommt ihr von der Nordinsel auf die Südinsel
Mit einer Sturmwarnung sind wir kurz vor Weihnachten auf der Bluebridge Ferry von Wellington auf der Nordinsel nach Picton auf die Südinsel übergesetzt. Wir haben es -kleiner Spoiler- ohne Zwischenfälle wieder auf festen Boden geschafft. So an die Scheiben peitschende Wellen im offenen Meer haben uns aber einmal mehr darin bestätigt, dass eine Kreuzfahrt für uns so schnell nicht in Frage kommt. Die Fähren sind grundsätzlich aber relativ ruhig und sehr gut ausgestattet und die knapp 3,5 Stunden Fahrt lassen sich gut aushalten.
Ausblick von der Fähre auf den Queen Charlotte Sound auf der Südinsel Neuseelands.
Hier unsere Tipps für’s Fähre fahren in Neuseeland:
in der Hochsaison rechtzeitig buchen; v.a. mit großen Fahrzeugen. Unsere Fähre am 23.12. war restlos ausgebucht und die nächste verfügbare wäre erst Mitte Januar wieder buchbar gewesen. Bedenkt das auch bei der Zeitspanne zwischen Anreise in Wellington und Abfahrt Fähre. Plant lieber einige Stunden Puffer ein, falls ihr die Hauptstadt skippen wölltet.
es gibt zwei Anbieter – beide sind relativ ähnlich, was wir mitbekommen haben – für weder noch können wir also einen Vor- oder Nachteil aussprechen
mit der frühen Fähre kommt ihr mit den morgendlichen Sonnenstrahlen im Queen Charlotte Sound an und habt nen wundervollen Scenic Boat Ride durch den Fjord im Norden der Südinsel
wer morgens Fähre fährt, sollte seinen Kaffee so früh wie möglich bestellen; wir hatten ne Wartezeit von 25 Minuten (ja, wir finden, das ist etwas, das man wissen sollte ;-))
in Wellington auf dem WCC Barnett St Carpark übernachten. Von dort fahrt ihr morgens nur knapp 5-10 Minuten zum Boarding auf die Fähre
das Boarding und die Einweisung in die Fähre sind super organisiert, strukturiert & pünktlich
es gibt an Board Toiletten, vorab buchbare Schlafkabinen, sogar einen Bereich für Hunde, ein Café und einen Family Room mit ein paar Spielsachen, einem Kinofilm für die Kleinen (allerdings auf Englisch logischerweise) und bei uns kostenloses Kinderschminken
es gibt -ohne Sturmwarnung- auch Außendecks; denkt also an wetterfeste Kleidung & Sonnenschutz
für Autofähren-Ersttäter noch ne zusätzliche Info: Ja, man muss aussteigen aus dem Fahrzeug und kann während der Fahrt nicht schnell ans Wohnmobil. Also packt alles in einen Daypack ein, was ihr brauchen könntet. (Windeln, Spielzeug, Ersatzklamotten falls die Seekrankheit zuschlägt…)
#8 Abel Tasman Nationalpark – einmal Weihnachten am Strand feiern am anderen Ende der Welt
Nach der stürmischen Fährfahrt ab Wellington sind wir mittags in Picton eingefahren und einige Stunden später bei blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein in Kaiteriteri angekommen. Endlich: da war er – der neuseeländische Sommer, es gibt ihn doch! Kleiner Spoiler: Diesen Campingplatz, direkt am Meer und vor den Toren des Abel Tasman National Park (einer der beliebtesten Spots für sowohl internationale Touristen als auch die Neuseeländer selbst), haben wir schon vor einigen Monaten vorgebucht. Denn Weihnachten ist in Neuseeland Hochsaison und v.a. gute Campingplätze in Strandlage sind sehr gefragt. Die Weihnachtsferien sind für die Kiwis die Sommerferien und damit für viele Familien die wichtigsten Urlaubstage.
Kaiteriteri Beach vor den Toren des Abel Tasman National Park
Wo übernachten im Abel Tasman National Park?
Wir haben uns auf persönliche Empfehlung für das Kaiteriteri Recreation Reserve direkt am Anfang des Nationalparks entschieden; mit Kids & limitierter Zeit war uns die Fahrt an das wunderschöne andere Ende des Abel Tasman zu weit. Außerdem haben wir Freunde, die hier in Nelson leben und uns so an einem Tag mal besuchen kommen konnten. Am Platz direkt gibt’s eine gute Eisdiele, nen kleinen Supermarkt mit dem Nötigsten, eine Beach Bar und einen Spielplatz, gute Sanitäranlagen und Waschmaschinen und ausgestattete Camp-Kitchens. Unschlagbar natürlich: die direkte Strandlage! Versucht deshalb bei der Buchung direkt vorne Plätze zu ergattern; so habt ihr im besten Fall Meerblick aus eurem Camperbett.
Top Things to Do im Abel Tasman National Parkmit Kindern
Lasst euch von einem Ausflugsboot an die vielen Buchten bringen, wandert kleine oder größere Teilstrecken und hüpft in einer anderen Bucht wieder an Board. Bestaunt den Split Apple Rock und sichtet mit etwas Glück Seehunde oder andere Meerestiere.
Mit größeren Kids macht auch eine Kayak-Tour direkt ab Kaiteriteri viel Spaß.
Oder ihr macht es wie wir und chillt einfach mal ein paar Tage am wunderschönen Strand direkt vor der Tür. Wir wollten unbedingt einmal Weihnachten am Strand zu verbringen. Mit guten Freunden, Sonne, in einer kleinen kinderfreundlichen Bucht, Sandelspielzeug und ein paar guten Drinks. Das haben wir getan; bis zum Sonnenuntergang, so lange, dass wir sogar Santa aufm Campingplatz verpasst haben.
Abel Tasman National Park und seine wunderschönen, kinderfreundlichen Buchten zum Baden im Meer
Allerdings nicht lange genug, um die Pinguine hier zu sehen. Denn direkt neben dem Campingplatz geht es einen Fußweg zu einer anderen Bucht hinab, an der angeblich nach Sonnenuntergang Pinguine an Land kommen.
Pinguine in Kaiteriteri im Abel Tasman National Park
Wie Weihnachten in Neuseeland war?
Anders, unspektakulär und trotzdem besonders und einzigartig. Es war warm & sandig und herrlich entspannt. Unsere Kids haben keine Traditionen und Geschenke erwartet. Wir haben ihnen erklärt, dass das Christkind ihre beiden Geschenke zuhause bei Oma abgibt und wir hier ganz anders als sonst feiern. Mit Sandengel statt Schneeengel und Strandschaufel statt Schippe, mit BBQ und Nudeln mit Pesto statt Festtagsmenü. Unseren kleinen Weihnachtsbaum aus Lametta, mit dem wir unseren Camper geschmückt haben, haben wir bei Abreise nach Weihnachten unseren neuseeländischen Campingplatz-Nachbarn vermacht, die jedes Jahr hier herkommen. Wir nehmen dafür eine ganz neue, unvergessliche und einmalige Erinnerung mit nach Hause.
Weihnachten in Neuseeland mit Kindern: barfuß und mit SonnenbrilleDie berühmte „Weihnachtsblume“ (bzw. der Weihnachtsbaum) in Neuseeland ist der Pōhutukawa
#9 Wild wild West: ab an die Westküste nach Westport & das Cape Foulwind
Schon die Fahrt ab Nelson an die wilde Westcoast ist ein Abenteuer wert. Während die Westküste Neuseelands für viel Regen (und Sandflies ) bekannt ist, hat sie uns mit dem Gegenteil und ganz viel Sonne und blauem Himmel überrascht; und einfach umgehauen. (Ja, gut, ein kleiner Tornado war im Anmarsch, aber hey, wären ja auch nicht wir sonst, oder…)
Cape Foulwind bei Westport
Wo (und warum) in Westport übernachten?
Unser Tipp: das Kawatiri Beach Freedom Camping – ein ziemlich schöner, weitläufiger und kostenloser Campspot direkt am Meer in den Dünen mit unebenem, aber recht festem Untergrund. Es gibt einen überdachten Tisch und ein Plumpsklo (glauben wir zumindest), das wir alles nicht benutzt haben, da es bei uns wirklich sturzflutartig regnete, als wir am Abend hier ankamen. Die Plätze sind begrenzt. In Westport könnt ihr, bevor ihr an die wilde Westküste fahrt, nochmal dumpen, tanken, einkaufen und habt so ne wunderbare Nacht mit Meerblick & Meeresrauschen inmitten der Dünen. Und mit ein bisschen Katastrophenglück auch die Chance der Entstehung eines Tornados zuzuschauen.
Top Things To Do in Westport
Die Robbenkolonie am Cape Foulwind besuchen. Die erreicht man bereits nach ca. 15 Minuten vom Carpark aus, perfekt auch für die kleinsten Wanderer.
Wer mag wandert von hier ca. 1 h bis zum Lighthouse und wieder zurück. Oder fährt; so wie wir; und startet vom Wanderparkplatz den kurzen Aufstieg zum Leuchtturm.
Zur Info: Baden kann man mit mit kleinen Kindern nicht an der Westküste. Die Tasmanische See ist rau und wild; dafür aber wunderschön. Holztipis oder Sandburgen bauen und am Strand entlang schlendern, macht hier aber umso mehr Spaß, wenn das Wetter mitspielt.
Robbenkolonie am Cape Foulwind – easy zu erreichen und beeindruckend.Westport Freedom Camping direkt am Strand
Tipp: Ja, es gibt Sandflies an der Westküste und ja, die Stiche sind ätzend. Aber sie sind nicht immer überall und es gibt (auch natürliche) Sprays & Öle, die sie abwehren. Und Kinder sind tatsächlich selten betroffen, da die ständig in Bewegung sind. Echte Gamechanger im Vanlife sind deshalb auf jeden Fall Campervans mit Mückengitter! Bedenkt das, wenn ihr nach einem passenden Fahrzeug sucht, vor allem an Fenstern aber auch bei der Seitentür! Thank me later.
#9 Pancake Rocks & Blowholes & Shantytown Heritage Park
Wir fuhren von Westport die wunderschöne, wilde, naturgewaltige Küstenstraße entlang zu den berühmten Felsformationen in Pfannenkuchen-Form – den Pancake Rocks und Blowholes. Unser Tipp: Lasst euch, v.a. bei schönem Wetter, genügend Zeit für Fotostopps für die eigentlich kurze Strecke, aber sie ist einfach WOW! Denkt daran, nur dort anzuhalten, wo ihr die recht kurvige Strecke gut im Blick und mit einem großen Wohnmobil auch genug Platz zum sicheren Parken habt.
Wilde Westküste auf der Südinsel Neuseelands
Was ihr über die Pancake Rocks wissen solltet
Kommt am besten zur Flut, damit die Blowholes ihre volle Kraft entfalten können. Die Zeiten erfahrt ihr online.
Die Pancake Rocks sind aber immer atemberaubend, einzigartig und außergewöhnlich.
Der Rundwanderweg ist easy, barrierefrei und mit 20 Minuten einfach angegeben.
Parken kostet pro Stunde 5$ und muss im Voraus bezahlt werden. Auch mit Kindern und Fotostopps kann man das in einer Stunde schaffen, entspannter ist es in 2.
Denn man kann im Anschluss noch im Souvenirshop stöbern, lecker Kaffee trinken und -natürlich- Pancakes essen oder Eis.
Apropos, ihr müsst unbedingt das Hokey-Pokey-Eis probieren; Vanille und Honig. Sooo yummy!
Pancake Rocks Neuseeland
Übrigens, oft wird von einer reinen Sandflies Plage an den Pancake Rocks erzählt. Als wir Ende Dezember hier waren, gabs kaum welche. Lasst euch von solchen Berichten also nicht verrückt machen! Der Abstecher lohnt sich zu 100 %.
Übernachtet haben wir hier nicht. Unser nächster Stopp führte uns in den Shantytown Heritage Park zum Gold Waschen. Dieser liegt auf dem Weg zwischen den Pancake Rocks und Hokitika ein kleines Stück landeinwärts – mit Kindern und für historisch Interessierte ein wirklich toller Stopp, der sich lohnt.
Wir haben die letzte Tour am Nachmittag erwischt und waren fast alleine auf dem Gelände.
WARUM SICH DER SHANTYTOWN HERITAGE PARK UNBEDINGT LOHNT – DIE HIGHLIGHTS:
Tolles Familienausflugsziel: der Shantytown Heritage Park
Ihr fahrt mit der historischen alten Dampflok in den Wald. Hier knattert, dampft und röhrt es wie am ersten Tag. Bei einem kurzen Stopp darf man ins Fahrerhaus und alles begutachten. Und die Hupe betätigen.
Viel cooler als die alte Lok, fand ich aber die Lokführerin und den Zugbegleiter, die ihren Job einfach leben.
Am Ende erwartet euch ein Museumsdorf, wo ihr interaktiv alles über die Zeit des Goldrausches erfahrt.
Bei Live Aufführungen, die mehrmals am Tag stattfinden, könnt ihr tiefer eintauchen. Wir waren dafür uhrzeittechnisch leider zu spät dran.
Unser Highlight: selbst Gold waschen mit einer alten Pfanne, etwas Feingefühl und ganz viel Stolz, wenn ein paar Goldpartikel übrig bleiben und mitgenommen werden dürfen.
Im historischen Dorf kann man im Pub essen, nostalgische Fotos machen, und die Kids freuen sich über den schönen Spielplatz.
Kosten: 99$ für den Family Pass. Kids unter 5 sind frei, wie sehr oft hier in Neuseeland übrigens.
Die historische Dampflok in ShantytownGold Waschen wie damals: mit etwas Feingefühl ein perfektes Souvenir finden
#10 Hokitika Gorge
Wow, das war definitiv eine der schönsten Wanderungen, die wir in Neuseeland mit unseren beiden Kindern gemacht haben und lohnt sich aus unserer Sicht auf jeden Fall.
Ohne Filter: die krassen Farben der Hokitika Gorge
Warum die Hokitika Schlucht mit Kindern das perfekte Ausflugsziel in Neuseeland ist
Euch erwartet ein abenteuerlicher Regenwald, mehrere abenteuerliche Hängebrücken und unfassbar türkises leuchtendes Wasser! Unbeschreiblich!
Die Wanderung ist barrierefrei & theoretisch kinderwagentauglich
Der Rundwanderweg umfasst ca. 2,5 km und dauert mit kleiner Spielpause am Wasser & Vesperpause ca. 1,5 Stunden.
Das Wasser ist wunderschön, aber freezing cold. Ein paar Verrückte waren baden und sind von den Felsen ins Wasser gehüpft; das würden wir mit kleinen Kindern aber nicht empfehlen.
Der Parkplatz ist kostenlos und in der Hochsaison sehr voll. Da die Wanderung aber recht kurz ist, herrscht reges Kommen und Gehen. Also im Zweifel einfach kurz warten und los geht’s.
Ja, auch hier gibt es Sandflies. Als wir Ende Dezember da waren, war es aber nicht wirklich schlimm. Einfach gut einölen.
Eine unserer liebsten Wanderungen in Neuseeland mit Kids: zur Hokitika SchluchtSo eine Pflanzenvielfalt hier auf dieser kleinen Wanderung. Hier ein gerollter Farn.
Wo in Hokitika übernachten?
Der Hokitika Holiday Park ist ein relativ neuer Campingplatz und perfekt für Familien mit Kindern, denn alle Stellplätze liegen wie in einem Kreis angelegt und jegliche Amenities; von Waschraum über Spielplatz, Küche bis Indoor Spielzimmer liegen in Sichtweite in der Mitte der Anlage. Während wir Wäsche gewaschen und in der Campkitchen gekocht haben, konnten sich unsere Kids entspannt und sicher auf dem richtig coolen Spielplatz austoben.
Extra-Tipp: wenn Campingplätze online nicht mehr verfügbar sind, ruft an oder fahrt direkt hin (sofern es noch nicht zu spät am Abend ist). Oft finden sie euch doch noch ein Plätzchen. Hier konnten wir uns mit einem anderen deutschen Pärchen, das genauso wie wir einfach vorgefahren war, einen Stellplatz teilen. Idyllisch war anders, aber für die Nacht vollkommen okay. Und da die ganze Anlage an sich recht groß und gut ausgestattet war, war es auch überhaupt kein Problem.
NOCH MEHR THINGS TO DO IN HOKITIKA?
Bock auf Edelsteine, Schmuck und ne coole Erinnerung an die Reise? Besucht eine Jade Werkstatt und kauft echte (!) neuseeländische Jade. Das grüne Gestein wird hier in der Gegend abgebaut und leider oftmals als Fälschung auf irgendwelchen Märkten oder in Souvenir-Shops verkauft.
das National Kiwi Centre besuchen
Wer nördlich fährt, kann ab hier nach Shantytown & zu den Pancake Rocks fahren – siehe Punkt 10.
#11 Franz Josef Glacier – einmal vom Strand zum Gletscher
Ja, wir waren auch skeptisch; ob sich der Abstecher lohnt. Gletscher haben wir in den Alpen bei uns doch quasi vor der Haustür. Überhaupt, jeder sagt doch; wenn dann sollte man mit Kindern eher an den Fox Glacier fahren. Lohnt sich der Franz Josef Glacier an der Westküste von Neuseeland also? Wir waren spontan am Anreisetag nachmittags noch dort, weil uns statt vorhergesagtem Regen doch trockenes Wetter (und am Ende sogar ein paar letzte Sonnenstrahlen) überrascht hatten und unsere klare Antwort: ja! Denn diese Nähe zwischen Schnee, Eis, Regenwald und Strand ist unbeschreiblich. Außerdem kommt ihr sonst nirgends so schnell (noch) so nah an den Gletscher heran wie hier. Ganz abgesehen davon; idyllisch ist die super kurze Wanderung auch. Und vor allem: kinderfreundlich!
Franz Josef Glacier – ein Gletscher in Neuseeland
Das müsst ihr wissen über den FRANZ JOSEF GLACIER FOREST WALK
Die Wanderung ist sehr einfach und bis zum Aussichtspunkt sind es nur 15 Minuten.
Ihr habt von dort ungehinderte Sicht auf den Gletscher.
Wir kamen nachmittags und waren zwar nicht alleine, aber überfüllt war’s auch nicht.
Der Parkplatz ist kostenpflichtig. Die Preise aber fair.
Ergänzt den Ausflug mit einer weiteren Wanderung zu Peter’s Pool, in dem sich der Gletscher spiegelt. (Dauer: ca. 30 Minuten/ 1,5 km hin und zurück)
Der Peter’s Pool am Franz Josef Glacier – eine kurze, idyllische Wanderung perfekt für Kinder.
Wo am Franz Josef Gletscher übernachten?
Wir haben uns kurzfristig auf dem Top 10 Franz Josef Holiday Park eingebucht, hatten aber Glück, noch einen der letzten Plätze (ohne Strom) auf der eigentlichen Zeltwiese zu ergattern. Die Gegend ist dünn besiedelt und vor allem wegen der Gletscher-Touren stark frequentiert. Für die Kids gabs mit Spielplatz und Jumping Pillow eine schöne Belohnung nach all den Wanderungen der letzten Tage. Die Berge im Hintergrund in der untergehenden Sonne waren besser als jedes Kino.
Übrigens, den FOX GLACIER VALLEY Walk, der ebenfalls sehr kinderfreundlich und idyllisch sein soll, haben wir nicht mehr gemacht. Denn: seit einigen Jahren sind viele Wanderwege hier „under construction“, da sie bspw. bei Erdrutschen weggespült wurden. Der Fox Glacier ist weniger zu sehen als der Franz Josef Gletscher. Wer Kinder also damit lockt, Eis auf einem Gletscher zu sehen, sollte klar kommunizieren, dass man keine Schneeballschlacht machen kann (ja, das dachte David tatsächlich und war dann dezent enttäuscht). Dass die Gletscher in den letzten Jahren drastisch geschrumpft sind, ist offensichtlich. 2007 hatte Miri die Möglichkeit, noch bis an den Gletscher heranzulaufen.
#12 BRUCE BAY | HAAST PASS
Das Schönste am Reisen im Camper sind die unerwarteten Überraschungen. Eigentlich dachten wir, die Strecke über den Haast Pass sei das „lästige Übel“, um von der Westküste Neuseelands in Richtung landeinwärts zu den Seen rund um Wanaka zu kommen. Und Zack, fanden wir ein Stückchen Paradies nach dem nächsten, die wir natürlich gerne mit euch teilen.
BRUCE BAY BEACH
Einer der schönsten Strände unserer Reise: Bruce Bay
Diese Bucht war wirklich eine Wucht. Nach einer Stunde Fahrt durch grüne, tiefe Wälder erreichten wir den letzten, kurzen „Zipfel“ Küstenstraße mit Zugang zur geschützten Bruce Bay. Die Bucht ist für die Maori heilig und wir können absolut verstehen, warum. Denn dieser Strand ist einfach wunderschön. Ihr findet hier feinsten Sand und unzählige bunte, glitzernde Steine in allen Farben, Formen & Größen; in wirklich allen. So weiß und so groß, dass wir damit nicht nur Wörter in den Sand schrieben, sondern auch einen Schneemann „legten“. Weihnachtszeit mal anders.
Weihnachten mal anders: am Traumstrand statt im Schnee.
Wir hätten hier den ganzen Tag verbringen können und haben eine viiiiel längere Pause als gedacht eingelegt. Es gibt Toiletten und beim Bruce Bay Coffee Cart guten Kaffee, Scones, Pies, Smoothies und Sandfly Repellent.
HAAST
Hier stoppt ihr ziemlich sicher, wenn auch nur kurz, denn hier habt ihr zum letzten Mal die Möglichkeit, zu tanken für die nächsten 88 km. Bleibt aber noch ein bisschen länger und gönnt euch eine Pause im Hard Antler – leckeres Essen und so eine authentische, coole Atmosphäre – unbedingt Whitebait probieren, wer Fisch mag.
Urig, authentisch, lecker: das Hard Antler in HaastSo wunderschön ist es entlang des Haast Pass an der Westcoast.
Wo kann man am Haast Pass übernachten?
Wegen der Feiertage war hier in der Gegend wirklich alles Buchbare ausgebucht. Wir sind auf gut Glück also drauf losgefahren und mit viel Glück am DOC Platz Pleasant Flat Campsite gelandet, wo wir mit Cash im Briefumschlag direkt selbst einchecken konnten. Glück im Fast-Unglück, denn zur späten Abendstunde standen die Camper wirklich kreuz und quer und definitiv auch an Stellen, wo eigentlich keiner mehr hätte stehen dürfen. Hier gibt’s kein Trinkwasser und nur Plumpsklos, dafür aber ein wirkliches landschaftliches Highlight: Der 5 min. lange Forest Walk führte zu einem kleinen Fluss direkt im verwunschenen Wald mit arschkaltem Wasser, aber atemberaubend schön. Hier haben wir Stunden verbracht, Steine hüpfen zu lassen und durch’s Eiswasser zu waten.
Pleasant Flat – einer unserer top Spots zum Übernachten am Haast Pass.
THINGS TO DO AM HAAST PASS
selbst wenn ihr nicht dort übernachtet, lohnt sich der kurze Stopp beim Pleasant Flat.
die Wanderung bei den Blue Pools ein Stückchen weiter in Richtung Wanaka ist kinderfreundlich, easy und dauert knapp 45 min – 1 Stunde. Bei gutem Wetter kann man sich am Flussbett abkühlen.
Kristallklares Wasser an den Blue Pools am Haast Pass.
Eine Runde #realtalk: Wir hatten hier übrigens die seltene (und auch einmalige) Situation, dass beide Kids so in ihr Hörspiel vertieft waren, dass sie so gar keine Lust auf Wandern hatten. Wir hatten dann kurz überlegt, „durchzugreifen“ und sie zu zwingen, schnell aber beschlossen, dass das bei stärker werdendem Wind und aufziehenden Regenwolken wenig Sinn machte. Wären wir jetzt widerwillig gestartet und am Ende in ein Unwetter geraten, wären sie die ganze Reise nicht mehr gewandert. Kurzum entschieden wir uns also dafür, dass Manu alleine ging. Ich habe eh noch an meinem Buch gelesen und mich entspannt hinten aufs Bett gelegt; die Kids glücklich mit Hörspiel, Papa beim Beine vertreten in einer Geschwindigkeit, dass er es noch vor dem Regen wieder zurückschaffte und ich mit meiner Lektüre. Reisen mit Kindern bedeutet eben auch, mal die eigenen Prinzipien über Board zu werfen und die Kids entscheiden zu lassen.
#13 WANAKA – (ohne) Tree
Für uns war Wanaka nur ein kurzer Pitstopp zum Einkaufen, Tanken, Dumpen. Denn die Gegend rund um den berühmten See gehört an Feiertagen definitiv zu den heiß gefragtesten Hotspots auf der Südinsel Neuseelands, sodass wir unser Nachtlager woanders aufschlagen mussten. Die Stadt war völlig überfüllt, vor allem mit jungen Menschen, die Stimmung ziemlich gut. Leider konnten wir nicht lange bleiben, aber ein paar Tipps haben wir dennoch für euch.
Unsere schnellen Top Things to do in Wanaka:
die Strandpromenade zum Spazieren, Baden, Picknicken mit Blick auf schneebedeckte Berge
ganz viel Treibholz und Steine sammeln zum Spielen und Kunstwerke erstellen oder natürlich baden, kayaken, Tretboot fahren oder eine Bootstour machen
ein kurzer Besuch auf dem Spielplatz mit großer Dino-Rutsche und Seeblick
kleine Shopping-Tour durch die süßen kleinen Läden zum Durchschlendern, z.B. die uniquen Teile von Base NZ
der kleine Street Food Market in der Brownston Street und die Schokocroissants von Crumb Bakehouse (wo wir übrigens satte 45 Minuten auf unseren Kaffee hätten warten müssen!)
das Action-Angebot mit Skydiving & Co. ist hier riesig
wir waren zwar nicht dort, haben aber gehört, dass das Puzzling World Wanaka lohnenswert ist, v.a. bei schlechtem Wetter
Kunst und Spielplatz am Wanaka-See. Hier gibt’s genug zu entdecken abseits des berühmten Baumes.
Parken könnt ihr auch mit großem Wohnmobil auf den passenden Parkplätzen entlang der Strandpromenade.
Und noch ein kleiner side fact: Wir waren NICHT am Wanaka Tree, dem berühmten Baum im Wasser. Dafür haben wir durch Zufall gesehen, dass es am Lake Tekapo ganz viele Bäume im Wasser gibt. Das Gefühl was verpasst zu haben, haben wir deshalb nicht. Es ist immerhin nur ein Baum im Wasser, da hat die kleine Stadt doch ein bisschen mehr zu bieten. Vielleicht wart ihr ja schon mal am Lake Wanaka und könnt noch ein paar Tipps dalassen? Wir freuen uns.
Wo am Lake Wanaka übernachten?
Das können wir euch leider nicht sagen, da wir aufgrund der Silvester-Feiertage eine völlig überfüllte und ausgebuchte Region vorgefunden haben. Im direkten Umkreis war Freedom Camping nicht möglich, sodass wir weitergefahren sind in Richtung Queenstown, bis wir ein weiteres unerwartetes Highlight entdeckt haben – hach, was lieben wir das spontane und flexible Reisen im Wohnmobil. Aber lest selbst.
#14 CROMWELL – CENTRAL OTAGO
Eigentlich hätte es nur ein völlig unspektakulärer und aus der Not heraus geborener Freedom Camping Zwischenstopp auf dem Weg von Wanaka (wo, wie oben erwähnt, alles ausgebucht war) nach Glenorchy werden sollen… So sind wir -mal wieder- spontan und durch Zufall auf ein Highlight nach dem anderen gestoßen, welche wir überhaupt nicht eingeplant hatten… das ist es wirklich, was Reisen im Camper in Neuseeland so besonders macht
Wo übernachten auf dem Weg zwischen Wanaka und Queenstown?
Freedom Camping am gar nicht mal so kleinen Lake Dunston gibt es entlang der östlichen und der westlichen Seite des Sees in der Region Central Otago. Wir waren auf der westlichen Seite, wo es wirklich viele schöne Stellplätze direkt mit Seeblick gibt, saubere Toiletten, Müllentsorgung und sogar einen Wasser-Erlebnispark mit aufblasbaren Rutschen und Kletterelementen auf dem See. Einen Tag vor Silvester war dieser Platz überfüllt mit hunderten von Camping-Fahrzeugen. Achtet auch bei Freedom-Campspots auf mögliche Info-Tafeln und die Regeln dort: oft darf man sich nicht einfach irgendwo hinstellen, sondern nur auf ausgewiesenen Flächen. Hier haben wir zum ersten Mal erlebt, dass die Polizei über den Platz patrouilliert ist.
Top Things to do in Cromwell
Frühstücken im Forage Café direkt neben dem Golfplatz.
Dabei die Big Fruit der Stadt bestaunen. Denn Otago ist die Toskana Neuseelands; die Region der vielen Weingüter und Obstplantagen.
Je nach Jahreszeit und Saison selbst Kirschen pflücken und frisches Obst direkt vom Erzeuger kaufen.
Menschen mit Benzin im Blut ab in den Highlands Motorsport Park – hier gibt’s vom Tandem-Go-Kart über begleitetes Rennfahren alles, was das Racer-Herz begehrt zu wirklich fairen Preisen. War klar, dass wir hier nicht vorbei kommen, als Manu darüber zufällig im Frühstückscafé gelesen hat.
Als wir dann noch gesehen haben, dass David Hasselhoff auch schon hier war, war’s wohl mehr als ein Zeichen. Wer uns kennt oder schon länger folgt, weiß über Manus Rennfahrer-Vergangenheit UND seiner Liebe für The Hoff Bescheid. Er hat irgendwie einen Sensor für Rennstrecken am anderen Welt, denn auch die Rennstrecke auf Philipp Island letztes Jahr in Australien hat er zufällig entdeckt – zumindest glaube ich bis heute, dass es zufällig war.
Tipp: auch für nicht rennfahrende kleine (Boxen-)Luder, aka die Kids, die noch zu klein sind zum Mitfahren, gibt’s hier genug zu entdecken: Mini Golf, Filmfiguren, Flying Fox und Kühe, die mit Krokodilen verwechselt werden. Ja, echt!
#14 GLENORCHY – Gateway to Paradise
Schon die Fahrt entlang des beliebten Lake Wakatipu von Queenstown nach Glenorchy ist ein Abstecher auf dieser One-Way Strecke wert. Die See-Küstenstraße gehört zu den schönsten Scenic Drives Neuseelands.
Der Weg ist das Ziel: so wunderschön ist die Küstenstraße von Queenstown nach Glenorchy.
Für uns war der 2-tägige Abstecher über Silvester (auch) deshalb so besonders, weil wir Freunde besucht haben, die in Glenorchy leben. Einzutauchen in das echte Leben der Kiwis und quality time mit wundervollen Menschen zu verbringen, und dann noch in dieser traumhaften Kulisse, war einfach WOW!
Wo in Glenorchy übernachten?
In Glenorchy gibt es zwei Camping-Optionen:
Mrs Woollys Campground mit dem dazugehörigen, wundervollen General Store als gut ausgestatteten Campground, mit tollen, handgemachten und einzigartigen Reise-Souvenirs und feinem Café dabei. Lohnt sich übrigens auch so kurz reinzuschauen.
Alternativ gibt es vom DOC die etwas rustikalere Lake Diamond Campsite
Achtung: Freedom Camping ist im Großraum Queenstown nicht gestattet und wird v.a. in der Hochsaison auch regelmäßig kontrolliert.
Ihr habt Bock auf ein tolles Apartment in Glenorchy? Dann können wir euch unbedingt das kleine Apartment unserer Freunde empfehlen: dieses findet ihr auf >booking.com
TOP THINGS TO DO IN GLENORCHY
Durch den süßen kleinen Ort spazieren und in eine der Bars einkehren, mit den Locals ins Gespräch kommen und nen leckeren Pie essen.
Ein obligatorisches Foto am berühmten Schild: Welcome to Glenorchy – Gateway to Paradise machen, NICHT! Braucht man – oder eben nicht. Viel wichtiger ist doch, dieses Paradise zu genießen, oder?
Mit Kindern zum großen Spielplatz spazieren und/oder im kleinen Hallenbad nebenan schwimmen gehen.
Wenn ihr die Chance habt: von hier aus oder ab Queenstown in See stechen und den Lake Wakatipu vom Wasser aus erleben mit den Schnee bedeckten Gipfeln im Hintergrund. Achtung: Baden nur für Hartgesottene – die Wassertemperatur beträgt im Sommer 14/15 Grad.
Über den Glenorchy Scenic Boardwalk spazieren; Kinderwagen-tauglich und kinderfreundlich mit unbeschreiblicher Aussicht (Im Sommer an Mückenschutz denken!)
Glenorchy ist übrigens nicht nur das Gateway ins Paradies, sondern vor allem zum berühmten, mehrtägigen Routeburn Track, der über die Alpen bis zum Milford Sound führt. Mit größeren Kids oder ganz kleinen in der Trage könntet ihr ab Glenorchy immerhin ein Teilstück wandern.
Ein Baby Lachs an der Angel – unser Bootsausflug auf dem Lake Wakatipu. Natürlich haben wir den kleinen Kerl wieder frei gelassen :-).
#16 QUEENSTOWN – wo wir tatsächlich leben könnten
Favorite little city… Queenstown hat einfach alles und gehört für uns zu den liebenswertesten und lebenswertesten Städten Neuseelands: naturgewaltig, quirlig, jung, relaxt, kinderfreundlich und trotzdem fancy und es gibt hier alles, was man zum Leben braucht; sogar einen internationalen Flughafen. Viele Camper-Vermietungen haben deswegen auch hier einen Standort, wobei Wendekreisen nicht dazu gehört. Ab Queenstown haben wir unser aller größtes Highlight dieser Reise erlebt.
Wo mit dem Camper in Queenstown übernachten?
Nicht günstig, aber jeden Cent wert: der Driftaway Queenstown – wir haben auf der ganzen Reise keinen so modernen, hochwertigen, gepflegten, ständig geputzten und gut durchdachten Campingplatz erlebt – mit einer tollen Küche, mehreren Grillmöglichkeiten (u.a. direkt am Spielplatz), top Waschräumen, gute (!) Laundry, Spielzimmer mit coolen Games für jedes Alter, jumping pillow, direktem Zugang zum See, Seeblick dank Hanglage und last but not least privat buchbare „hot tubs with a view“! Einziger „Nachteil“: man braucht mit dem Bus oder Wassertaxi ca. 20 Minuten in die Stadt. Dafür ist man direkt am Flughafen und in der Nähe des Five Mile Shopping Areals.
Wer es günstiger, naturnaher und ruhiger mag, findet etwas südlicher in Richtung Glenorchy mit dem 12 Mile Delta eine tolle Alternative von DOC.
Unsere TOP THINGS TO DO IN QUEENSTOWN
Den Lake Wakatipu genießen: schwimmen, kayaken, Tret-Bike-Boot oder U-Boot in Hai-Optik fahren (ja, echt!).
Ab an die Water Promenade: Mit Kindern links -auf den See blickend- beim großen Spielplatz am historischen Bathhouse starten, wo es für kleine Plantscher und Buddler auch flachen Wasser Zugang gibt (Kinder bitte trotzdem nie unbeaufsichtigt lassen!), im Schatten der großen Bäume Pause und Picknick machen. Dann geht’s am Ufer entlang Richtung City.
bei Patagonia Eis essen, im Irish Pub versumpfen oder am WE auf dem Street Food Markt lunchen und dann ein bisschen durch die Stadt bummeln.
Gute Drinks, entspannte Atmosphäre und leckere Pizza gibt’s bei Winnies unterm offenen Dach. Nachts verwandelt sich der Pub in eine wilde Partybude, ganz nach dem Motto „First Pizza, then Party“
Beim berühmten Fergburgersoll’s nach 20 Jahren Hype immer noch gut schmecken, mittlerweile gibt’s eine Bar, eine Bäckerei, eine Eisdiele, eine Metzgerei, Unmengen an Merchandise… the Hype is real! Uns war die Schlange aber zu lang, als dass wir es selbst ausprobiert hätten. Wir sagen: overrated Dank Social Media.
City of Action – Habt ihr Bock auf einen Adrenalinschub? Queenstown ist das World Home of Adventure. Ihr wollt Skydiving, Speedboat fahren oder Bungee Jumpen bei AJ Hackett oder etwas gediegener mit der Skyline Luge den Berg runtersausen? In Queenstown gibt’s nichts, was es nicht gibt.
Lieber etwas günstiger und naturnaher? Dann ab zum Bob’s Cove Track & Nature Walk: ca. 1 h kinderfreundlich wandern mit atemberaubenden Naturerlebnissen.
Mit kleinen Abenteurern auch immer ein Erlebnis: eine Fahrt mit der TSS Earnslaw, dem historischen Dampfschiff, zur Schafsfarm, wo man live zusehen kann, wie Schafe geschoren werden.
Ach ja, und unser persönliches Highlight? Nicht dieser Sonnenuntergang; der war auch schön. Aber das Highlight, das ist so cool, dass wir euch davon ganz ausführlich im nächsten Punkt erzählen.
#17 Milford Sound – atemberaubend, einzigartig, unvergesslich- unser Nummer 1 Highlight in Neuseeland
Das für uns ultimative Highlight auf der Südinsel, ach eigentlich auf der gesamten Reise durch Neuseeland, war dieser Ausflug zum Milford Sound. Denn der Besuch eines Fjords stand ganz oben auf unserer Bucket List. Also war klar, dass wir den Fiordland National Park bei der Planung unserer groben Route unbedingt mit berücksichtigen müssen. Dabei kam ganz schnell die erste Frage auf:
Doubtful Sound oder Milford Sound? Welcher Fjord eignet sich besser mit Kindern?
Beide sind einzigartig und naturgewaltig, und das einzige, was von Anfang klar war, war die Tatsache, dass beide in unserer Reisezeit zu schaffen, utopisch war. Während der Doubtful Sound mit weniger Besuchern punktet, haben wir uns letztlich für Milford entschieden, ganz simpel, weil er einfacher zugänglich ist. Also mussten wir uns noch entscheiden:
Milford Sound – auf eigene Faust oder mit geführter Tour?
Während die eigene Fahrt zum Milford Sound auf ihren 100 Kilometern One-Way-Strecke mit vielen tollen Zwischenstopps sehr sehenswert ist, punktet die geführte Tour (v.a. in der Hochsaison) mit sicheren Plätzen auf den Booten und entspannter „Anreise“. Wir haben uns letztlich auf Empfehlung eines Freundes für das Ultimative entschieden:
In einem halben Tag habt ihr alle Highlights gesehen – aus der Luft per Flugzeug (ATEMBERAUBEND!) und vom Wasser aus. Der Flug dauert ca. 30 min einfach, die Bootstour ca. 2 Stunden.
Alles ist top organisiert, es gibt keine unnötigen Wartezeiten – im Gegenzug aber auch keine „extra-Zeit“ um selbst auf Entdecker-Tour zu gehen.
Kinder sind sehr willkommen, sowohl im Flugzeug (bei uns inkl. Besuch im Cockpit beim Piloten) als auch zu Wasser; ein Crew-Member aus Italien hat sich ganz lieb um Romy gekümmert, die so überhaupt keine Lust hatte, mal nach draußen zu gehen, so konnten wir alle draußen die Schönheit des Fjordes mal live anschauen; und nicht nur durch die Scheibe – komplett gerettet haben die Stimmung dann die mitgebrachten Snacks, die Romy mit der Italienerin gerne geteilt hat und die Malsachen, die sie im Gegenzug bekommen hat; inkl. Rätsel und Bingospiel über die Tiere und Wasserfälle im Milford Sound.
Das Boot ist klein und man bekommt von den vielen Menschen, die angeblich hier in den Fjord kommen, nichts mit. Wir waren gefühlt allein im Fjord unterwegs. Erst aus der Luft haben wir dann den riesigen und recht vollen Parkplatz gesehen. Der Kapitän hat alle Ansagen persönlich gemacht und auch Anekdoten aus seinem Leben zu See erzählt, das war sehr kurzweilig, lustig, lehrreich und spannend.
Start ab Queenstown. Ihr spart euch also viiiiel Fahrt & Zeit.
Die Selbstfahrt hätte uns mindestens 2-3 Tage gekostet; mit Kindern und viel Verkehr hält man auch nicht an jedem Stopp an und wir hätten diese Bilder nicht gesehen. Es ist teuer ja, aber jeden Cent wert. Truely, a once in a lifetime experience! Schaut unbedingt mal auf unserem Instagram-Profil vorbei, dort haben wir diesem Ausflug ein ganzes Video gewidmet.
Tipp: Bucht die erste Tour gleich um 8, dann seid ihr auf jeden Fall vor den ersten Bustouren im Fjord; und bringt anti-sandfly-repellent, Regenjacken und Sonnenschutz mit!
Übrigens, Freunde von uns haben mit ihrer 6-jährigen Tochter eine Speedboat Tour und eine geführte Wanderung im Doubtful Sound gemacht, was auch ein einzigartiges Erlebnis war, das mit Kind gut funktioniert hat. Möglichkeiten gibt es unzählige – findet für euch das Richtige!
#18 LAKE PUKAKI | MOUNT COOK | TASMAN GLACIER
Definitiv auch eines unserer „Top Things To See and Do“ oder eher „Places to Visit“ in Neuseeland ist diese Region rund um den Lake Pukaki auf der Südinsel. Allen voran der Mount Cook, der mit 3.724 Metern höchste Berg Neuseelands. Den Mount Aoraki am Ende des kristallklaren Lake Pukakis zu sehen, ist wirklich atemberaubend. Wer Berge mag, wird diesen Ort lieben. Für uns war dieser Stopp ein ganz besonderes Highlight. Denn wir haben diese Naturgewalt gemeinsam mit Freunden aus der Heimat besucht. Und das Wetter? War dieses Mal voll auf unserer Seite: klare Sicht auf den Berg, ein in der Sonne glänzender türkiser Gletschersee, leuchtende Sterne in der Nacht.
Wo am Lake Pukaki übernachten?
Absolute Empfehlung: das Glentanner Park Centre am Westufer des Lake Pukaki. Ein top ausgestatteter Campingplatz mit Seezugang und Bergblick. In der Rezeption befindet sich die Startstation für Heli-Flüge auf die Gletscher & in die neuseeländischen Alpen. Es gibt guten Kaffee, Snacks & einen Souvenir-Store. Unbedingt vorab dumpen und ausreichend einkaufen gehen. Unser Tipp: spart euch den Strom und bucht eine unpowered site – die liegen super idyllisch inmitten der Natur und haben oft unverbauten Blick auf den Mount Cook.
THINGS TO DO AM MOUNT COOK
Hier sein. Den Berg genießen, im Lake Pukaki baden, Steine reinwerfen, die lila Lupinen bestaunen (Mitte November bis Ende Dezember) und einen atemberaubenden Sonnenuntergang sehen
Sterne gucken in der Nacht – Stargazing ist in dieser Region ein wirkliches Highlight!
Tasman Glacier Valley Walk– macht eine kleine Wanderung zu den Blue Lakes (die übrigens grün sind), zum Gletscher-Aussichtspunkt (Achtung steil!) und zum Flussbett – aber unterschätzt mit Kids die angegebenen Zeiten nicht, v.a. wenn es heiß ist! Das Highlight: Wenn noch kleine Eisberge im Gletschersee schwimmen
Hooker Valley Track – angeblich eine der schönsten Wanderungen in Neuseeland mit Kids. Allerdings war die Hälfte des Tracks gesperrt, weil „under construction“ nach einem Unwetter vor einigen Jahren, als wir da waren, weswegen wir uns dann ganz dagegen entschieden hatten
Wer sich was Besonderes gönnen möchte, fliegt mit dem Helikopter einmal in die Berge und zu den Gletschern. Start und Landung ist im Glentanner Park.
#19 LAKE TEKAPO – einmal abtauchen im eiskalten See
Ein Traum aus lila Lupinen und türkisem Wasser: am Lake Tekapo haben wir spontan viel mehr Zeit verbracht als ursprünglich geplant. Zu perfekt waren die beiden Tage, zu klar die Sonne, zu lila die Lupinen, zu erfrischend der See, zu schön warm die Thermalquellen und zu schön der Sunset. Eigentlich wollten wir nur kurz zwischenstoppen, sind dann aber einfach geblieben.
Wo am Lake Tekapo übernachten?
Etwas außerhalb der Stadt am Freedom Campspot Mackenzie Waitaki übernachtet ihr am Rand eines schönen Feldes for free. Es gibt ein Plumpsklo und es herrscht freie Platzwahl auf ausgewiesenen Flächen. Einziges Manko: der Spot liegt direkt an der Landstraße, und je nach Platzwahl und Fahrzeug könnte es etwas lauter werden. Das ist übrigens noch ein weiterer Vorteil eines großen Wohnmobils: Man kriegt bei geschlossenen Fenstern von draußen echt wenig mit. Uns hat das also nicht gestört. Im Gegenteil; wir haben uns direkt nach hinten an den Feldrand gestellt und hatten hier einen der schönsten Sonnenuntergänge auf unserem ganzen Neuseeland Roadtrip.
Top Things To Do in Tekapo
Parkt for free am Lakeside Drive und verbringt bei gutem Wetter einen Strandtag am See. Achtung: Das Wasser ist freeezing, aber wunderschön.
Wem’s zu kalt ist, taucht ab in den Tekapo Springs. In diesem Open Air Thermalbad gibt es verschiedene Becken mit wundervoll warmem Wasser. Auf die Kids warten ein kleiner Wasserspielplatz und ein Kinderbecken. Ansonsten hat man beim Baden direkten Ausblick auf den See. Und bei Dunkelheit auf die Sterne. TIPP: Man bezahlt einen Tageseintritt und kann zwischendurch das Gelände verlassen und einfach beliebig wiederkommen.
Wusstet ihr, dass am Südost-Ufer des Sees auch Bäume direkt im Wasser gibt? Tekapo-Tree statt Wanaka-Tree. Genauso spektakulär unspektakulär wie der berühmte Bruder in Wanaka.
Bekannt ist Tekapo fürs Stargazing – ein Besuch beim riesigen Teleskop lohnt sich zu jeder Tageszeit – sehr beeindruckend
Auch wunderschön: der Mt. John Summit Circuit Track – eine hügelige Rundwanderung mit mega Ausblick, die wir allerdings nicht mehr geschafft haben.
#20 TIMARU | GERALDINE | MIDDLE OF NOWHERE
Es sind ja doch irgendwie immer diese unerwarteten Stopps, die auf den ersten Blick so gar nicht spektakulär sind, die diese Roadtrips im Camper so besonders machen, weil sie einfach überraschend aus dem Nichts auftauchen. So ging’s uns auf dem Weg von Tekapo nach Timaru… zuerst stoppten wir in:
GERALDINE
Ein süßes, kleines Städtchen, das einen ganz besonderen Charme versprüht. Perfekt für einen Pitstop mit großem Spielplatz und außergewöhnlichen Leckereien bei Barkers, wo man jegliche Chutneys, Aufstriche, Soßen und Dips probieren kann. Oder wie wär ein Tasting in der Geraldine Cheese Factory?
Wo übernachten? Unser SECRET FREEDOM CAMPSPOT:
Am O’Neils Picnic Reserve bei Pleasant Point ist es so herrlich unspektakulär, dass es schon wieder spektakuläre schön ist. Direkt eingebettet zwischen Wald und einem glasklaren Fluss mit Steinen, die zu einer matschigen Masse zermörsert werden können, hatten die Kids den Spaß ihres Lebens. Und wir? Wir waren -mal wieder- sehr froh um unser voll ausgestattetes Wohnmobil von Wendekreisen – mit großem Wassertank, Waschbecken und Dusche. Denn außer einem kleinen Klohäuschen gibt es hier nichts; nur Natur!
TIMARU & DIE PINGUINE
Ja, hier kommen wirklich abends nach Sonnenuntergang die Pinguine an Land, um in ihre Nester zu watscheln und man kann dabei zusehen. Dabei solltet ihr gewisse Dinge beachten:
abhängig von der Jahreszeit, also von der Brutzeit, mal mehr oder weniger, mal früher oder später – checkt vorher die Bedingungen!
Begleitet/ Bewacht wird der Strand von ehrenamtlichen Rangern. Man darf fotografieren, aber nur ohne Blitz.
Habt Geduld! Es lohnt sich.
Fahrt unbedingt her, falls ihr nicht in der Nähe übernachtet, es gab weder Taxi, Uber oder Bus für uns Fußgänger in der Nacht…
Direkt an der Caroline Bay gibts den größten & wirklich wunderschönen Spielplatz der Südhalbkugel zur Überbrückung bis Sonnenuntergang. (Hier gibt’s auch einen Freedom Campspot).
Vollausstattung und herrlich sympathische Mitarbeiter für alle, die wie wir, dringend mal wieder eine richtige Dusche nach der Matschküche am Pleasant Point und nochmal ne Waschmaschine brauchten, gibt’s beim Top10 Holiday Park in Timaru.
#21 AKAROA
Ein Weekend-Getaway von Christchurch und für uns der vorletzte Stopp unserer Reise. Auf Empfehlung einer Neuseeländerin, die wir am Lake Pukaki kennengelernt haben, sind wir für eine Nacht auf die Halbinsel nach Akaroa gefahren.
Die kleine Stadt ist ein Künstlerort mit französischem Flair. Uns hat sie allerdings nicht überzeugt; denn es war überfüllt, die Menschen ziemlich unfreundlich und der Strand nicht so außergewöhnlich schön, als dass sich dieser Umweg von zwei Stunden one-way für uns gelohnt hätte. Schöne Muscheln haben wir gesammelt und noch ein letztes Mal im Meer gebadet. Mit etwas Glück kann man hier die lustigen Hector-Delfine spotten. Verglichen mit anderen Stränden, die wir schon gesehen haben, war der hier in Akaroa leider unspektakulär.
Übernachtet haben wir auf auf dem Top10 Akaroa Holiday Park. Ein schöner Platz, der alles zu bieten hat, was man braucht, inklusive Stellplätze mit Meerblick. Der Pool könnte allerdings ein Update vertragen; vor allem bei den recht hohen Preisen.
Unser Highlight auf dem Weg zwischen Christchurch und Akaroa: das verwunschene und verspielte White Rabbit Garden Café, das Alice im Wunderland nachempfunden ist und eine kleine Leckereien-Oase im Nirgendwo ist.
Das White Rabbit Garden Café auf dem Weg nach Akaroa.
#22 CHRISTCHURCH MIT KINDERN
Mit dem internationalen Flughafen ist Christchurch auf der Südinsel für die meisten Roadtrips durch Neuseeland entweder Start- oder wie bei uns Endpunkt der Reise im Camper. Hier kommen unsere Highlights und die Gründe, warum man die aufstrebende Stadt, die 2011 bei einem heftigen Erdbeben so stark beschädigt wurde, auf keinen Fall auslassen sollte.
Wo in Christchurch mit dem Camper übernachten?
Der Tasman Holiday Park Christchurch war für uns der perfekte letzte Campingplatz vor der Rückgabe unseres Wohnmobils. Hier gibt’s vom beheizten indoor Pool über Jumpingpillow, Spielplatz & indoor Playroom alles, was Kinder stundenlang beschäftigt und happy macht, während man für die Heimreise packt. Gönnt euch deshalb gerne zwei Nächte am Schluss. 4 Wochen Vanlife plus Souvenirs zurück in die Koffer, Backpacks und Reisetaschen zu packen, dauert. (Checkt alle Ritzen, Polster, Schubladen, Schränke… es ist einfach immer wieder erstaunlich, wie schnell und wie viel sich in so einem Camper verstecken kann. Und wer will am Ende schon Stress?)
Tipp: Wir nehmen auf Campingreisen meist nicht die besten Klamotten mit. Die Waschmaschinen in den Laundries oder auf den Campingplätzen waschen oft nur kalt, für Lufttrocknen reicht meistens die Zeit nicht, sodass vieles im Trockner landen muss. Wer Kinder gerne Kindern sein lässt, die im Matsch und Dreck spielen dürfen und längere Zeit keine Waschmaschine angeschmissen haben, wissen, wovon wir sprechen. Viele Klamotten überleben bei uns die Reise nicht. Deswegen packen wir Vieles ein, das wir gar nicht mehr nach Hause nehmen würden. Für alle noch guten, aussortierten Klamotten, Spielsachen, Baby-Equipment gibt es in Christchurch übrigens mehrere Spenden-Anlaufstellen, wie z.B. die Salvation Army, das Red Cross oä. Übrige Lebensmittel können für die „Community“ in den Camp Kitchen hinterlassen werden. Hier lohnt sich zu Beginn der Reise auf Campingplätzen nahe der Vermietungsstationen ein Blick ins Regal und den Kühlschrank.
Die New Regent Street in Christchurch – los geht’s durch die Stadt.
TOP THINGS TO DO WITH KIDS IN CHRISTCHURCH in 1 DAY
Margaret Mahy Playground: ein riesiger Spielplatz mit Optionen für jedes Alter inklusive Wasserspiele
Auf dem Margaret Mahy Playground gibt’s Spielgeräte für jedes Alter.
Kurzer Spaziergang durch die New Regent Street mit den kleinen bunten Häuschen, dem coolen Vibe
Street Art & Kunst zu Fuß entdecken
In den Riverside Markets essen: hier gibt’s internationale Köstlichkeiten von überall auf der Welt. Das Schöne? Kinder sind glücklich mit Pommes & Pizza und die Großen können trotzdem was Neues und Exotisches ausprobieren. Man sitzt trotzdem zusammen am Tisch. Getränke können gekauft oder mitgebracht werden.
Eis zum Nachtisch unbedingt bei rollickin Gelato essen. Dieses Eiscafé lohnt sich schon allein wegen des kunstvollen Interieurs, die Menschen sind unsagbar freundlich und mit Glück darf man dem Eismacher hinter der Glasscheibe nicht nur zuschauen, sondern auch vom frisch gemachten Eis probieren.
Bei Regen? Eine Fahrt mit der historischen Tram vorbei an allen wichtigen Sehenswürdigkeiten und als Highlight an sich. Unterwegs kann man beliebig ein- und aussteigen. Wenn ihr dann noch -so wie wir- Glück mit dem Fahrer habt, der diese Tram schon fast so lange fährt, wie es sie gibt; dann hat er während der Fahrt auch noch viele gute Geschichten zu erzählen.
Oder ihr besucht eins der vielen Museen, dafür hat uns aber die Zeit gefehlt.
Einen kompletten Tag haben wir einfach auf dem Campingplatz verbracht, haben in Ruhe unser Gepäck sortiert und verstaut, haben mit den Kids nochmal ganz viel Quality Time auf dem Spielplatz und im Hallenbad verbracht und konnten so ganz entspannt unsere Camper-Rückgabe und unseren Weiterflug antreten.
Für die Rückgabe bei Wendekreisen braucht ihr nicht allzu viel Zeit einplanen. Nach einem kurzen Check von wenigen Minuten waren wir abfahrtbereit und das persönliche Flughafen-Shuttle brachte uns kostenlos zum Christchurch Airport. Der ist einer der entspanntesten kleinen großen internationalen Flughäfen, die wir je erlebt haben.
Und hier ging unsere Neuseeland-Reise nun zu Ende und wir sind weitergeflogen nach Sydney, wo wir noch eine Woche Stoppover vor uns hatten.
Fazit: Ein Familienurlaub, der im Herzen bleibt, es aber nicht durch die Decke geschafft hat
Unsere 5 Wochen Neuseeland im Wohnmobil von Auckland bis Christchurch waren nicht nur eine Reise – sie waren ein ganz besonderes Erlebnis und ein „last call“, den wir uns erfüllt haben. David kommt dieses Jahr in die Schule und eine längere Auszeit am anderen Ende der Welt, speziell im deutschen Winter, gestaltet sich daher in Zukunft eher schwierig.
Neuseeland ist für viele ein Sehnsuchtsziel, eine „once-in-a-lifetime-experience“. Und keine Frage: Dieses Land ist atemberaubend und bezaubernd.
ABER: Fairerweise müssen wir für uns auch sagen: Wir können die Kirche auch ein bisschen im Dorf lassen. Die Natur in Neuseeland? Wunderschön! Aber: viele Dinge kannten wir bereits von anderen Ländern. Die Menschen? Nett, aber nicht ganz so herzlich und aufgeschlossen, wie wir es uns gewünscht haben und aus Australien kennen. Die Kosten? Können je nach individuellem Geschmack und Lifestyle auch niedriger gehalten werden, aber sind definitiv hoch für eine vierköpfige Familie. Das Wetter? Genau so, dass die Natur sich so entfalten kann, für uns in Summe für einen Sommerurlaub aber einfach zu kalt und nass. Sind wir froh, dass wir diese Reise gemacht haben? Ja, auf jeden Fall. Würden wir es wieder tun? Ja, unbedingt. Aber wenn sich uns noch einmal die Chance auf eine mehrwöchige Auszeit im Winter bieten sollte, werden wir ganz klar lieber nach Australien fliegen.
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