(2) Packliste für 3 Wochen Westkanada im Camper

Ich packe meinen Koffer und nehme mit nach Kanada… Ja, dieses Thema verdient ein eigenes Kapitel. Was braucht man wirklich für 3 Wochen Westkanada im Camper? Und -vor allem- was braucht man nicht?

In zwei Tagen geht unser Flieger und vor mir liegen in jeder Ecke der Wohnung Klamotten-Häufchen: Langärmlige Oberteile, T-Shirts, Tops, Sport-Oberteile, kurze Hosen, lange Hosen, Wanderhosen, Jogginghosen. Kleidchen und ein bisschen was Schickes, man weiß ja nie. Wanderschuhe, Turnschuhe, Flipflops und meine Birkies (als Hausschuhe für den Camper natürlich!) und – nur eine einzige große Reisetasche! Hilfe, ich bin maßlos überfordert. Ich schiele in Manus Koffer: Küchen-Handtücher, ein Taschenmesser, ein halber Elektronik-Laden (für mich sieht es aus wie ein großer Kabelsalat), Kaffee und Maggi Fix für Asia Pfanne – hä? Ich versuche mich auf das Wesentliche zu konzentrieren und lande mit 23 Kilo eine Bruchlandung. Was also brauchen wir wirklich?

Unsere Packliste für Kanada:

  • Natürlich Regenjacke, Wanderschuhe (ja man braucht sie wirklich!) und entsprechende Active-Kleidung für alle Outdoor-Aktivitäten. Und hier gilt. Zwiebellook! Wir waren im T-Shirt wandern, aber auch mit Leggings unter der Wanderhose und Fleece-Pulli.
  • Bequeme Kleidung für „zuhause“ im Camper und Hausschuhe – vorausgesetzt ihr seid wie ich, kriegt schnell kalte Füße und wollt nicht jedes Mal den halben Nationalpark mit an Board nehmen, sobald ihr zurück ins Wohnmobil kommt. Man verbringt zwar unheimlich viel Zeit draußen in der Natur, aber auch viel Zeit im Camper. Ganz getreu dem Motto: „Zuhause ist, wo meine Jogginghose wohnt“.
  • Warme, ältere Kleidung für abends am Lagerfeuer: Wir hatten im Juni nicht selten einstellige Temperaturen und meine Versuche, mich am Firepit zu wärmen, endeten nicht nur einmal mit einem Brandloch.
  • Trockenshampoo und feuchte Allzwecktücher! Das einzige aus meinem Kulturbeutel, das leer war nach drei Wochen Westkanada. (Die längste duschfreie Zeit waren übrigens vier Tage.)
  • Gute Sonnencreme mit hohem LSF, eine Kopfbedeckung und eine Sonnenbrille mit UV-Schutz. Ich habe es tatsächlich geschafft, bei der ersten großen Wanderung in den Bergen bei 0 Grad und Schneeregen mein Gesicht zu verbrennen, weil ich alles drei nicht dabei hatte. Never underestimate the mountains!
  • Kauft im DutyFree eine gute Flasche Alkohol (z.B. Havanna oder Gin). Denn der ist in Kanada wirklich teuer!
  • Kamera-Ausrüstung mit großem Objektiv zum Zoomen, doppeltem Akku, und einer weiteren SD-Karte. Alles sehr wichtig! Ihr könnt hier lesen, warum!

 

Und das hätten wir guten Gewissens zuhause lassen können:

  • Schicke Kleidung! Ganz ehrlich, ihr werdet sie nicht anziehen. Selbst im noblen Steakhouse in Banff lautete der Dresscode: Highheels or hiking boots – everybody welcome! Und ja, wir waren da – in Wanderstiefeln!
  • Alles was in irgendeiner Form mit Essen zu tun hat. Es war schon etwas naiv zu glauben, dass wir etwas mitnehmen müssten, was es dort nicht geben könnte…
  • Antimoskito-Mittel. Kauft eins der Sprays vor Ort. Wir hatten OFF! und waren rundum zufrieden.
  • Alles Camping-Equipment – sofern ihr mit einem guten Reiseveranstalter reist. Über SK Touristik haben wir unseren Camper von Traveland gemietet und da blieben wirklich keine Wünsche offen. Man merkte einfach, dass dort selbst passionierte Weltenbummler arbeiten. In unserem Camper wurde an ALLES gedacht. ALLES, ohne Ausnahme!
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