Packliste für Schwangere

Essiggurken und Nutella direkt ins Handgepäck? Nein, darum geht es nicht in diesem Beitrag. (Zumal ich zwar beides gerne esse, aber keins von beidem mehr oder gar zusammen, seit ich schwanger bin.) Aber was genau sollte man zusätzlich bzw. alternativ auf eine Packliste setzen, wenn man schwanger ist?

Eins vorab:

Jede Reise, jede Schwangerschaft ist individuell. Meine Tipps basieren auf meinen persönlichen Erfahrungen nach Rücksprache mit meiner Hebamme und Ärztin. Stimmt die Packliste auf eure Bedürfnisse und die eures kleinen Schatzes ab. Hier will ich euch eine Orientierung und meine persönliche Einschätzung abgeben. Dazu solltet ihr wissen, dass

Goodbye Kleiderschrank – wir sehen uns (hoffentlich) wieder!

  • Kleidung mit Luft nach oben im Bauchbereich: Habt lieber eine Schwangerschaftshose zu viel als zu wenig dabei. Ich hatte zum Fliegen eine Schwangerschaftsleggings an und wurde bei der Abreise am Flughafen von der Sicherheitsbeamtin ausgelacht, ob das denn wirklich schon nötig sei. Fünf Tage später -da hatten sich die kleine Peanut und der Bauch drumrum explosiv vervielfacht- wusste ich, dass es die richtige Entscheidung war.)
  • Bequeme & passende Kleidung & Schuhe: Lasst dieses eine Kleid und diese schönen hochhackigen Sandalen, die schon immer ein bisschen eng und zu klein waren, zuhause. Dazu rate ich generell, aber während einer Schwangerschaft macht es wirklich keinen Sinn – weder sich irgendwo reinzuzwängen noch zu hoffen, dass man im Laufe der Reise doch noch eine Gelegenheit findet, sie anzuziehen. Probiert die Klamotten auch zuhause vorher an. Der ganze Körper verändert sich, da kann das Lieblingskleid schnell scheiße aussehen…
  • Ein neuer Bikini? Ich möchte gar nicht zu detailliert werden, aber ja, meine Oberweite ist gleich zu Beginn der Schwangerschaft um eine ganze Körbchengröße explodiert. Meine Bikinis vom letzten Jahr waren also ein absolutes No-Go. Ich habe mir daher einfach zu meinen einfarbigen Bikinihosen (die Gott sei Dank noch passen) zwei günstige Bikinioberteile gekauft – auch weil ich im Hochsommer hochschwanger sein werde. Alternativ kann man natürlich auch einen Badeanzug oder einen Tankini kaufen. Der verdeckt kleine Pölsterchen an Hüfte & Co. und schützt gleich noch besser vor der Sonne.

Die Reiseapotheke und der Kulturbeutel

  • Sonnenschutz mit hohem LSF (z.B. 50). In der Schwangerschaft verändert sich auch die Haut. Daher ist eine höhere Pigmentierung möglich. Zu Beginn des Frühjahrs hatte ich bspw. von der ersten Sonne dunkle „Flecken“ im Gesicht. Wer benutzt im März schon gleich Sonnencreme, wenn man auf dem heimischen Balkon sitzt? Gott sei Dank sind die wieder verschwunden, aber ein paar Tage lang sah ich tatsächlich aus, als hätte ich mir das restliche Schokoladeneis für später aufgehoben… Schützt auch und vor allem eure Kugel, die Haut ist hier nämlich durch die Dehnung besonders empfindlich.
  • Schwangerschaftspflegeöl bzw. fettige Creme für Bauch, Brüste, Po – Kampf den Dehnungsstreifen!
  • Folsäure-, Vitamin-, Eisentabletten,… bzw. was ihr sonst an „Nahrungsergänzungsmitteln“ im Rahmen der Schwangerschaft einnehmt. Achtet darauf, dass ihr genügend für den gesamten Urlaub einpackt und auch einen Teil davon im Handgepäck habt, wenn es längere Flug- bzw. Reisezeiten sind.
  • Reiseapotheke: Die fiel bei mir sehr schlank aus, da man in der Schwangerschaft ja sowieso nicht viel einnehmen darf. Besondere Vorsicht und Prophylaxe lautet die Devise. Trotzdem habe ich für den Notfall dabei: Paracetamol bei sehr starken Schmerzen, Koch- bzw. Meersalz-Nasenspray (im Handgepäck, falls im Flieger die Nase zu geht), Desinfektionsmittel und Wundsalbe, (Blasen-) Pflaster, Elektrolyte (damit man im Fall von Magen-Darm-Verstimmungen seinen Nährstoffhaushalt wieder auffüllen kann), evtl. etwas gegen Sodbrennen (da helfen theoretisch auch Mandeln). Kleiner Tipp: Kennt ihr die Seite Embryotox? Da kann man nach Medikamenten und ihren Inhaltsstoffen suchen und Einschätzungen lesen, inwiefern gewisse Arzneimittel in der Schwangerschaft geeignet sind oder eben nicht.
  • Thrombosestrümpfe oder Spritzen für lange Flüge oder Fahrten. Sprecht darüber rechtzeitig vor Abreise mit eurem Arzt.
  • Je nach Reiseziel ein geeignetes Anti-Moskito-Mittel ohne DEET, z.B. von Antibrumm.

Handgepäck – das sollte zusätzlich rein

  • Mutterpass – ab sofort genauso wichtig wie der Reisepass. Denn in ihm ist der Verlauf der Schwangerschaft mit all ihren Besonderheiten dokumentiert und im Notfall alle nötigen Informationen wie z.B. eure Blutgruppe parat.
  • Medikamente, die regelmäßig eingenommen werden müssen (s.o.) und Nasenspray. Die Nasenschleimhäute sind in der Schwangerschaft besonders empfindlich und vor allem bei Flugreisen sollten sie regelmäßig befeuchtet werden.
  • Eine Creme gegen trockene Haut. Die habe ich für Hände und Gesicht grundsätzlich dabei, aber auch die Kugel freut sich bei langen Reisezeiten über ausreichend Feuchtigkeit.
  • Feuchttücher und Desinfektionsmittel
  • ausreichend zu trinken – je nach Airline und Versorgung an Board würde ich mir nach dem Security-Check am Flughafen unbedingt noch eine Flasche Wasser kaufen. Bei Langstreckenflügen ist das ja i.d.R. inklusive, aber bei kürzeren oft nicht (oder man bekommt im 0,1-Becherchen nur einen Tropfen auf den heißen Stein…)
  • gesunde Snacks – am besten Nüsse oder Mandeln, falls einen der Heißhunger überfällt oder man Sodbrennen bekommt.
  • Je nach Airline eine Bescheinigung eures Arztes, dass ihr reisefähig seid. Mehr darüber lest ihr in diesem Beitrag.

Hab ich noch was vergessen, oder habt ihr noch andere Erfahrungen gemacht? Ich freue mich über eure Anregungen und Ergänzungen über die Kommentare.

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