Packliste für das Camping mit Baby | Elternzeit im Camper Van

Was braucht man wirklich für 2 Monate Vanlife mit Kind? Wir haben für euch eine Packliste zusammengestellt, die wir für unsere Elternzeitreise durch Europa im Kastenwagen erstellt haben. Zum Ende der Reise haben wir sie geupdatet und berichten, was wir nicht gebraucht oder sogar vergessen haben. Wenn auch ihr schon mit Kind im Camper unterwegs wart, freuen wir uns auf eure Ergänzungen in den Kommentaren.

Vorfreude ist die schönste Freude – und ein guter Plan die halbe Miete

Zum Packen für 2 Monate Vanlife sollte man sich -v.a. mit Kind- einen guten Plan für das Gepäck und auch die Stauraum-Möglichkeiten erstellen. An was muss ich denken? Was sind coole Camping-Hacks und exklusive Tipps fürs Campen mit Baby bzw. Kleinkind? Entspannte Eltern sind die Grundlage für entspannte Kinder. Damit euch das ganz leichtfallen kann, erstmal ein paar Fragen vorab:

Womit seid ihr unterwegs? Welcher Camper ist der richtige für das Reisen mit Kind?

Wir reisten zwei Monate mit einem Kastenwagen des Modells Karmann Davis 620 durch Europa – inklusive Küche & Nasszelle (WC & Dusche) – gebucht über die CamperOase bei DRM. Einen ausführlichen Bericht zum Camper inklusive Rabatt für eure Buchung bei der CamperOase findet ihr hier.

Camper Mieten für die Elternzeit
Camper Mieten für die Elternzeit

Campervan, Kastenwagen, VW-Bus, Wohnmobil, Wohnwagen oder Auto mit (Dach-)Zelt? Jedes Fahrzeug bietet unterschiedlichen Komfort und hat seine Vor- und Nachteile. (Warum wir uns für einen Kastenwagen als für unsere Elternzeitreise entschieden haben, erfahrt ihr hier.) Natürlich macht es beim Packen durchaus einen Unterschied, ob ihr mit großem Wohnmobil oder mit einem Zelt unterwegs seid; nicht nur was den Stauraum angeht, sondern auch die benötigten Utensilien. Denn wichtig dabei ist natürlich auch: Wie ist der Camper denn ausgestattet, den ich vorhabe auszuleihen? Gibt es die Möglichkeit, gewisse Dinge hinzu zu buchen? Weil wir uns zusätzliche Kosten sparen wollten und es einfach mit all dem Gepäck mit Kind komfortabler empfunden haben, haben wir den Camper bei einer der vielen deutschlandweiten Stationen von DRM abgeholt und sind erstmal wieder nach Hause gefahren, um alles gemütlich und sorgfältig in Ruhe einladen zu können. Hat durchaus den Vorteil, dass man mehrmals durch die Wohnung tigern kann, um doch noch irgendwas zu finden, was unbedingt mitmuss (oder auch dableiben kann) und dass man sich die Koffer und Taschen spart, um die persönlichen Dinge wie Kleidung usw. zur Mietstation zu transportieren.

Wichtig ist im Übrigen nicht nur der Stauraum, sondern auch die mögliche Zuladung! Unterschätzt nicht das Gewicht eures Campers. Wir haben vor Abfahrt zur Sicherheit einen Abstecher zum örtlichen Müllheizkraftwerk gemacht, wo wir den vollbepackten Kastenwagen wiegen konnten und lagen nur ganz knapp unter den zugelassenen 3,5 Tonnen! Kontrollen gibt es wirklich und dann kann es richtig teuer werden.

Wie lange, wann und wohin seid ihr unterwegs?

Entscheidend für die Packliste ist nicht nur die Frage, mit welcher Grundausstattung der Camper beim Mieten übergeben wird, sondern auch wie lange, wann und wohin ihr unterwegs seid. Der Charme des Vanlifes ist natürlich die Flexibilität – alles kann, nichts muss (zumindest in nicht pandemischen Verhältnissen oder eben auch gerade dann…) Stellt euch trotzdem folgende Fragen: Welche klimatischen Bedingungen herrschen zu meiner gesamten (!) Reisezeit an den möglichen Reisezielen? Wie sind dort die hygienischen und gesundheitlichen Bedingungen und wie ist die Infrastruktur im Hinblick auf die Versorgung des Kindes? Finde ich Windeln, Babynahrung bzw. das, was es gerne isst oder essen sollte, auch dort, wohin wir reisen? Kann ich Babykleidung unterwegs kaufen oder packe ich lieber für alle Wetterlagen und in unterschiedlichen Größen vorab ein? Macht euch gründlich Gedanken, ob und was für euch Sinn macht und bleibt immer flexibel! David hat beispielsweise drei Tage vor Abfahrt nicht nur seinen ersten Zahn bekommen, sondern auch seine ersten Schritte gemacht, sodass wir in einer Nacht- und Nebelaktion Lauflernschuhe und seine erste Zahnbürste gekauft haben. Gelaufen ist er die restliche Reise nur barfuß. Ob die Schuhe daher hätten sein müssen…

Wie alt ist euer Baby / Kind auf der Elternzeitreise?

Erinnert ihr euch noch an unsere allererste Reise nach Eindhoven mit David? Er war 7 Wochen alt. Gebraucht hat er damals bis auf ein paar Windeln (ok, viele Windeln…) und ein bisschen Schnickschnack nur Mama; denn er wurde voll gestillt. Jetzt, mit knapp einem Jahr, haben wir einen kleinen Wirbelwind, der die Welt entdecken will, der seine ersten Schritte gemacht hat und einen richtig guten Esser, der nicht mehr an Mamas Milchbar trinkt und damit ganz andere Ansprüche und Bedürfnisse hat.

Unsere Basis für die Packliste im Überblick:

  • Wir reisten mit einem Karmann Davis 620 – ein Kastenwagen, der vergleichbar mit einem sehr kompakten Wohnmobil ausgestattet ist.
  • Wir waren im September und Oktober zwei Monate unterwegs und wussten nur, wir touren irgendwo durch Europa – je nach Lust und Laune und je nach aktuellen Covid-Bestimmungen. Letztlich waren es Deutschland, Österreich, Slowenien und Italien.
  • Das heißt: wir haben uns klimatisch auf einen heißen Sommer und einen sehr kühlen Herbst einstellen müssen; auf Baden im Meer, Wandern in den Bergen, Regen und vielleicht sogar ersten Schnee.
  • Wir planten (und fuhren tatsächlich auch) Etappen von maximal 2-3 Stunden. (Das nur am Rande erwähnt, für die Packliste eher nicht relevant.)
  • Mit Kind muss man regelmäßig waschen, daher planten wir ein, spätestens alle 10 Tage eine Waschmöglichkeit aufzutreiben. Waschen ist jedoch beim Campen super teuer – durchschnittlich kostet eine Waschladung ca. 5 Euro – sowohl auf Campgrounds als auch in Waschsalons, plus Trockner-Gebühren. Wäsche aufhängen funktioniert im September/Oktober nur bedingt. Und noch ein Hinweis: Waschmittel ist in Slowenien mega teuer. Wir haben für eine renommierte Marke 15 Euro bezahlt. Das hätten wir im Nachgang mitnehmen sollen.
  • Unser Travel-Baby war zum Zeitpunkt der Reise 11-13 Monate alt und überrascht uns täglich mit neuen Dingen – erste Gehversuche, erste Zähne…. Wir blieben also flexibel, entspannt und waren dank einer guten Packliste gut vorbereitet.

Los geht’s: die Packliste

Reiseapotheke:

Hier nehmen wir grundsätzlich nur das Nötigste mit, von dem wir entweder im Reiseziel nicht sicher sind, ob wir es dort bekommen würden oder das, was man im Zweifel ad-hoc braucht – auch wenn man gerade irgendwo durch die Pampa tourt.

Für Erwachsene:

Reiseapotheke für Camping Roadtrip
Reiseapotheke für Erwachsene auf einem Camping Roadtrip. Das Wichtigste? Sie kindersicher zu verstauen!
  • Schmerztabletten & Schmerzsalbe bei Rücken- und Gelenkschmerzen
  • Anti-Durchfall-Mittel und Magentropfen, sowie Elektrolyte, um im Falle schnell wieder mit den nötigen Mineralien und Vitaminen versorgt zu werden.
  • Allergie-Tabletten für Manu – September/Oktober sind zwar keine klassischen Heuschnupfen-Monate, aber als wir in Florenz Freunde mit Katzen besucht haben, waren sie Gold wert.
  • Homöopathische Globuli gegen Blasenentzündung.
    (Bitte jetzt kein Shitstorm über Homöopathie entfachen – hier sollte jeder selbst wissen, was ihm hilft und was nicht. | Tipp: Ich habe für Fernreisen in exotische Länder auch schon ein Notfall-Antibiotika vom Hausarzt bekommen. Einfach mal nachfragen!)
  • Pflaster, Blasenpflaster, Desinfektionsmittel
  • Wund- und Heilsalbe – auch für das Baby geeignet
  • Fieberthermometer – auch für das Baby geeignet
  • Anti-Pilzsalbe
  • Nasenspray
  • Anti-Moskito-Spray

!! Am Allerwichtigsten an der Reiseapotheke beim Reisen mit Kindern generell ist, sie auch im Camper kindersicher aufzubewahren!!

Für das Baby:
Tipp: Sprecht vorab mit eurem Kinderarzt über die geplante Reise und fragt gezielt, was er/sie euch empfiehlt mitzunehmen. Fragt auch, ob ihr die Möglichkeit habt, telefonischen Support einzuholen, wenn unterwegs was passiert, ihr zu einem fremdsprachigen Arzt müsst und euch eine Zweitmeinung aus der Heimat einholen wollt.

Reiseapotheke Kinder & Baby
Die Reiseapotheke für Babys und Kleinkinder
  • Fieberthermometer
  • Fieberzäpfchen & -saft
  • Vomexzäpfchen gegen Übelkeit
  • Sab Simplex bei Bauchkrämpfen
  • Elektrolyte – speziell für Babys geeignet
  • Nasentropfen – speziell für Babys geeignet
  • Zinksalbe
  • Salbe gegen Windeldermatitits
  • Gel & Globuli bei Zahnungsbeschwerden
  • geeignetes Anti-Moskito-Mittel für Babys & Kleinkinder
  • Sonnencreme (ja, dieses Thema ist umstritten, aber wir haben uns dazu entschieden, unser Kind lieber vor Hautkrebs als vor Inhaltsstoffen zu schützen. Es gibt durchaus mittlerweile sehr gute Sonnencremes für Babys, die auf mineralischer Basis wenige bis keine schädlichen Inhaltsstoffe haben – einfach mal in der Apotheke nachfragen)

Bedenkt bei der Planung auch, dass einige Medikamente kühl gelagert und daher besser im Kühlschrank aufbewahrt werden sollten, da sich ein Fahrzeug im Sommer immens aufheizen kann.

Was wir wirklich davon gebraucht haben? Fast nichts! Gott sei Dank! Bis auf Manus Allergie-Tabletten, das Desinfektionsmittel, als Miri in eine Dorne getreten ist und Davids Zahnungsgel sind wir -wahrscheinlich dank viel frischer Luft und Dreck- von allem anderen verschont geblieben. Aber: wir würden all das trotzdem genauso jederzeit wieder mitnehmen.

Kleider machen Leute. Kleider machen Camper! Oder Camping macht Leute.

Wir werden euch hier keine Liste an Klamotten liefern, an der ihr euch entlang hangelt. Denn die Auswahl der Kleidung ist stark abhängig vom Reiseziel, von der Reisedauer und davon, was ihr auf der Reise vorhabt, zu tun. Stattdessen gibt es von uns einfach ein paar Tipps als Leitfaden, wenn ihr vor eurem Kleiderschrank steht.

  • Weniger ist mehr! Mit Kind muss man öfter waschen, daher haben wir geplant, nach spätestens 10 Tagen waschen zu gehen, entsprechend Unterwäsche gepackt und restliche Kleidungsstücke kalkuliert.
  • Nehmt von allem nur das Nötigste; v.a. dann, wenn ihr euch auf alle Wetterlagen einstellen und sowieso schon viel einpacken müsst. D.h. ein Sommerkleidchen, ein paar Sneaker, ein paar Flipflops und nur eine Jacke.
  • Achtet bei der Auswahl der Klamotten darauf, dass ihr so viel wie möglich miteinander kombinieren könnt. Wenige Muster, dezentere Farben. Dieses eine Shirt, das nur zu dieser einen Hose passt, muss nicht mit auf einen Camping-Trip. Dasselbe gilt für Schuhe: Bequeme Schuhe, die zu allen Outfits passen, sind die besten.
  • Bedenkt, dass die Sachen schnell dreckig werden und ihr nur eingeschränkt waschen könnt. Seid euch also dessen bewusst, dass das ein oder andere Teil dieser Reise zum Opfer fallen könnte.
  • Atmungsaktive Sportkleidung bzw. Funktionswäsche nimmt weniger Platz weg und trocknet nach dem Waschen schneller.
  • A propos Waschen; Waschen ist teuer auf Reisen, also bedenkt bei der Auswahl der Kleidung, dass ihr möglichst viel miteinander waschen können solltet und dass die Teile schnell trocknen sollten. Keine empfindlichen Farben oder Materialien auswählen.
  • Generell gilt: Zwiebellook rules! Lieber mehrere dünnere Teile übereinander trgen, als ein komplettes Camper-Fach mit einem dicken Wollpulli zu blockieren.
  • Überlegt, was ihr auf dieser Reise vorhabt. Geht ihr viel wandern? Dann packt genügend Wanderkleidung und gutes Schuhwerk ein. Wollt ihr hauptsächlich nur an den Strand liegen? Dann lieber einen Bikini und eine Badehose mehr als zu wenig mitnehmen. Überlegt ihr, eure Laufkarriere auf der Reise zu beginnen? Lasst die Joggingschuhe zuhause. 😉
  • Irgendwann kann es auch mal regnen – darauf sollte man IMMER eingestellt sein, denn nichts ist ätzender beim Camping, als bei strömenden Regen nicht drauf vorbereitet zu sein, dass man oft und ständig raus muss.
  • Bequeme Kleidung ist bei vielen und längeren Autofahrten sinnvoll.
  • Und für alle Nicht-Profi-Camper: Habt ihr einen dünnen, leicht verstaubaren Bademantel, ein Saunatuch oder ähnliches, mit dem ihr nach dem Duschen über den Campingplatz huschen könnt, ohne den halben Hausstand mit in den Waschraum nehmen zu müssen? Ein einfaches Sommerkleid funktioniert auch!

Kleidung für das Baby:

…hier gilt dasselbe wie auch für uns Erwachsene. Plus:

  • Knappe Kleidung zuhause lassen! Alles in der nächstgrößeren Größe hat uns zwei Monate gereicht, ohne, dass wir unterwegs etwas Neues kaufen mussten.
  • Verabschiedet euch von einem sauberen Kind – wir haben irgendwann aufgehört, ihn bei jedem kleinen Fleck umzuziehen; soviel kann man gar nicht waschen.
  • Seid auf alles vorbereitet, v.a. aber auf Schlechtwetter-Tage. Bei 25 Grad und Sonne kann man kleine Babys auch nackig, in Windel oder nur im Body springen lassen. Wenn es aber kalt wird und regnet, gilt auch hier: Ihr müsst (!) regelmäßig raus. Wir haben für David einen Regen-Matsch-Overall mitgenommen, einmal ungefüttert für warme Regentage und einmal gefüttert für richtig kalte Tage. Und weil er ja noch nicht gelaufen ist, haben wir für die Füße wasserdichte Überziehsocken gekauft. Camping-Hack: Alternativ kann man auch kleine Gefrierbeutel und Haargummis nehmen!
  • Konzentriert ihr euch auch bei warmem Klima eher auf lange, dünne und atmungsaktive Kleidung, da sie auch vor Sonneneinstrahlung und/oder Moskitos schützt.
  • Zipper-Hoodies sind praktischer als Pullis ohne Reißverschluss
  • Dickere „Sabber“-Halstücher funktionieren auch als Schal
  • Schlafanzüge blieben bei uns unangetastet, wir haben einfach Bodys angezogen, von denen wir mehr als genug dabei hatten.

Was man nicht vergessen sollte:

  • Schwimmwindel (zur Mehrfachbenutzung – spart Platz, Geld und schützt die Umwelt)
  • Sonnenhut mit Nackenschutz, aber auch eine dünne Mütze, wenn es mal windig ist und man das Kind verschwitzt aus dem Auto holt.
  • UV-Schutz-Kleidung zum Baden – oder je nach Reiseziel auch generell. Es gibt auch UV-Schutz-Reisedecken, um die Kleinen im Kinderwagen zuzudecken.
  • Regenkleidung und wasserdichte Socken
  • generell viele Socken (die werden bei Krabbelkindern schnell dreckig, feucht oder nass)
  • warme Übergangsjacke (z.B. Fleece oder Wollwalk) – auch im Sommer für kühle Morgenstunden, denn mit Baby sitzt man vielleicht auch mal ein zwei Stunden früher beim Frühstück als sonst…
  • abwischbares Lätzchen zum Essen
  • Stoffwindeln und Moltontücher – DIE Allzweckwaffe als Schlafunterlage im Bett, als Schwitzschutz in Buggy, Kraxe, Autositz, als Wickelunterlage, als leichte Decke bei Sommertemperaturen und und und…
  • Schlafsack – am besten zwei Stück, damit man im Falle eines Falles immer einen Ersatz hat. Da wir eine Heizung im Camper hatten, haben wir nur Sommerschlafsäcke mitgenommen.

Top Tipp: Alles in kleine Kisten verstauen

Mit Kind muss es schnell gehen. Nichts ist da schlimmer, als wenn das Klamottenfach ein einziges Chaos ist. Daher haben wir die Klamotten in kleine Schubladenkisten sortiert und beschriftet – so hatten wir immer schnell das richtige zur Hand.

Packliste Kleidung für Baby
Packliste Kleidung für Baby.
Top Tipp: alles in verschiedene kleine Boxen verstauen und beschriften!

Was Babys (oder Kinder) sonst noch so brauchen:

Spielzeug:

Weniger ist mehr! Kinder brauchen auf Reisen nicht viele Spielsachen, sie finden immer irgendwas, was spannend ist. Die Frage ist aber: wollen wir wirklich, dass sie mit allem spielen? Kleine Kieselsteine können verschluckt werden, bunte Beeren sind hübsch, aber auch mal giftig… das Lieblingsspielzeug von zuhause nicht.

Und wenn es dann noch kompakt verstaubar, robust und abwischbar ist – perfekt! Hier gilt: Nehmt nur mit, womit euer Schatz auch wirklich gerne spielt. Was zu Hause schon in der Ecke lag, wird auch auf der Reise keine neuen Reize entfachen.

Indoor und outdoor
Außerdem haben wir uns genau überlegt, welches Spielzeug draußen und was nur im Camper ausgepackt werden durfte, um soviel Sand und Dreck wie möglich vom Bett fernzuhalten. Das war bei uns im Camper nämlich nicht nur Schlaf- sondern auch Spielplatz für kühle Tage.

Unsere Tipps für Travel-Spielzeug

  • ein Stoff-Fotoalbum mit den Fotos von unserer Familie und Davids Freunden – zwei Monate sind nämlich ganz schön lange
  • ein Buch – super sind hier die Unkaputtbar-Bücher von Pixie
  • Stapelbecher – die funktionieren beim Baden, auf der Picknickdecke, im Restaurant, draußen um Steine zu sammeln und und und…
  • Stapelturm mit Holzingen
  • ein quiekendes Holzauto
  • ein (Wasser-)Ball – kann aufgeblasen oder kompakt verstaut werden.
  • Unser 1. Geburtstagsgeschenk: Duplo Lego Steine! Bunt, vielfältig und kreativ einsetzbar, abwischbar, in einer Kiste sauber verstaubar – das war unser „Drinnen-Spielzeug“.
  • Zwei Kuscheltiere, die er auch zuhause im Bett liegen hat.
  • Beißring – mit etwas Fantasie auch als Spielzeug zu gebrauchen.
  • ein kleiner Rucksack mit Sandel- und Badespielzeug
Travel-Spielzeug: kompakt, abwischbar und beliebt!

Am liebsten hat David letztlich übrigens immer genau mit dem gespielt, was eben NICHT sein Spielzeug war: Steine jeglicher Größe, Äste, Laubblätter und mit dem Geschirr in der Spülschüssel. Da wurde fleißig gekocht, gerührt, geklopft und gematscht. Achtung: Hier immer drauf achten, dass nichts zerbrechliches oder Gefährliches wie Messer herumliegt!

On the Road mit Baby – wie ist man am besten unterwegs & mobil

Lange haben wir überlegt, ob wir wirklich alles mitnehmen sollen, aber dank ein bisschen Tetris im Camper haben wir tatsächlich alles gut und zugänglich unterbekommen und -ganz wichtig- alles wirklich regelmäßig benutzt! Entscheidet daher für euch selbst, wie ihr mit eurem Baby mobil sein wollt und bedenkt, dass das komfortabelste Teil nichts bringt, wenn man im Camper nicht dran kommt, wenn man es braucht!

Mobil mit Baby
Mobil mit Baby: ja, wir hatten tatsächlich alles dabei!
  • Buggy – wir haben einen kompakten UND robusten Buggy. Das ist wichtig, denn er soll nicht nur die ein oder andere holprige Strecke mitmachen und ist verschiedenen Wetterbedingungen ausgeliefert, sondern wird auch häufig ein- und ausgeladen sowie auf- und zusammengeklappt. Oft haben wir gelesen, man soll sich für die Reise lieber einen günstigen Buggy kaufen, da man ihn danach eh in die Tonne kloppen kann. Wir finden: lieber was „g’scheits“! Denn erstens hat unser Buggy nicht nur Strand, Schotterpiste und Pflasterstein-Altstädte komfortabel überstanden, sondern steht auch nach der Reise noch da wie eine Eins!

    Benutzt haben wir ihn für (treppenfreie) Städtetrips, Spaziergänge, Einkäufe im Supermarkt oder Restaurantbesuche – wo er das ein oder andere Mal auch als Stuhl fungiert hat.
Kompakt verstaubar, leicht im Gewicht, geländetauglich und mit großem Sonnendach: der perfekte Reisebuggy.
  • Kraxe – geht erst, wenn das Baby richtig sitzen kann. Und ist dann perfekt: Denn das Kind sitzt hoch, überdacht und komfortabel. Komfortabel auch für den Träger, da die meisten Kraxen ein richtig gutes Gurt- und Trägersystem haben.

    Perfekt für längere Städtetrips in hügeligen, holprigen, steilen Altstädten mit engen Gassen, wo man den Buggy nicht verwenden kann und natürlich für Wanderungen. (Unsere Tipps zum Wandern mit Baby findet ihr übrigens hier.)
Wandern mit der Kraxe in Slowenien
Zum Wandern perfekt: die Kraxe für Kinder, die bereits sitzen können.
  • Trage / Tragetuch – geht auch, wenn das Baby noch nicht sitzen kann für alle oben genannten Unternehmungen. Aber warum eine Trage, wenn man die Kraxe dabei hat?

    Die Trage kam immer dann zum Einsatz, wenn die Kraxe zu groß war und/oder wenn wir David vor „zu krassen Eindrücken“ schützen wollten; z.B. als wir in Slowenien durch eine Klamm mit stellenweise großen Wassermassen und damit enormem Geräuschpegel gewandert sind. So sind die Kinder näher an einem dran. Wir haben eine 360° Trage, bei der David auch nach vorne gerichtet sitzen und alles sehen kann. Außerdem haben wir die Trage mitgenommen, wenn wir mit den Fahrrädern los sind und nicht sicher waren, ob wir den Fahrradanhänger am Zielort als weiteres Transportmittel mitnehmen können. Oder zur Weinprobe.
Babytrage für Reisen
Perfekt für sonstige Aktivitäten! Die 360 Grad Trage.
  • Fahrradanhänger – versteht sich von selbst. Funktioniert theoretisch auch als Buggy-Ersatz, aber da unser Anhänger recht groß und nicht so schnell zusammengebaut ist, wie der Buggy, war klar, dass wir beides mitnehmen. Theoretisch ist der offroad-taugliche Anhänger auch perfekt geeignet zum Transport von Dingen; z.B. wenn man mit Sack und Pack zum Strand geht. Dafür haben wir ihn aber nie benutzt.

Campinghacks bzw. Tipps fürs Campen mit Baby

  • Ein Baby oder Kleinkind liegt, sitzt, spielt, krabbelt viel auf dem Boden. Beim Campen befindet man sich die meiste Zeit draußen. Seid drauf vorbereitet! Eine wasserdichte Plane, eine beschichtete Picknickdecke, eine leichte Decke für unterwegs und eine dicke Puzzlematte waren Davids perfekte Spielwiese für alle Bodenbeschaffenheiten. Wichtig: stellt sicher, dass die Matten & Co. vor dem Verstauen im Camper trocknen können oder holt sie am nächsten Zielort schnell wieder raus.
  • Ein Camping-Hochstuhl – unser Top-Gadget für diese Reise. Während die meisten ja den günstigen IKEA-Stuhl kaufen, hatten wir uns für dieses Modell hier entschieden. David liebte seinen Stuhl und wir fanden ihn super praktisch, weil er kompakt verstaubar, leicht und schnell auf- und abgebaut ist, sodass wir David immer und überall sein Essen geben konnten. Man kann alle Bezüge waschen (wichtig!) und auch noch einen Tisch vorne dran bauen.
Camping mit Kids – mit diesem Camping-Hochstuhl klappts mit dem Karottenbrei überall 😉
  • Wasser Marsch! Wir hatten zum Baden im See und Meer einen Schwimmring mit (für größere Kinder dann Schwimmflügel). Und weil wir nicht wussten, wo wir letztlich landen, haben wir für heiße Tage ohne Pool, Meer oder See noch ein aufblasbares Plantschbecken mitgenommen, das wir allerdings nur einmal benutzt haben. Kann im Übrigen auch zum Waschen von Babys verwendet werden. (Trink-) Wasserstellen sind auf Campingplätzen meist in unmittelbarer Nähe zum Stellplatz vorhanden und für Warmwasser hatten wir eine Solardusche dabei. Gebraucht bzw. benutzt haben wir aber auch die nur einmal für David. Generell waren entweder die Campingplätze mit Familienduschen oder großen Duschen ausgestattet oder wir haben ihn im Camper geduscht.
Schwimmring zum Baden für Babys
Sicher und macht Spaß: ein Schwimmring für Babys und Kleinkinder.
  • Schattenspiele! Sowohl am Strand, am See als auch am Campingplatz kam rege unsere Sonnenmuschel zum Einsatz. Denn Kinder sollten immer vor Sonneneinstrahlung geschützt sein. Die Markise vom Camper lieferte aber vor allem in den Morgen- als auch in den Nachmittagsstunden selten ausreichend Schatten.
  • Ein kleines Nachtlicht mit Batterie, das wir auch zuhause im Schlafzimmer stehen haben, macht das Leben im Camper bei Nacht deutlich einfacher, ohne dass man helle Lichter anmachen muss.
  • Waschtag! Nehmt unbedingt Waschmittel von zuhause mit! Erstens wisst ihr dann, was drin ist und wie es riecht und ihr spart eine Menge Geld (wir haben in Slowenien 15 Euro für ein renommiertes Waschmittel bezahlt!!). Wäscheleine & Wäscheklammern sparen bei gutem Wetter einige Euros an Trocknerkosten und sind auch praktisch, um Handtücher oder Badesachen nach dem Strandtag aufzuhängen.
  • Die Grundbedürnisse: Windeln & Babynahrung! Informiert euch rechtzeitig über die Begebenheitetn vor Ort und nehmt euch und alles andere nicht zu Ernst! Während wir in Slowenien fleißig weiter bei dm einkaufen konnten und an Babynahrung (Gläschen in Hülle und Fülle, Dinkelnudeln, Cracker…) und Windeln alles bekommen haben, was wir auch in Deutschland benutzen, mussten wir in Italien recht schnell alle Prinzipien über Board werfen: Zum Einen sind Windeln hier schweineteuer und es gibt auch von den renommierten Marken nicht die gleichen Produkte wie bei uns (also stopft Windeln in jede Ritze eures Campers!), auch Babynahrung ist mau: Gläschen gibt es hauptsächlich Fleisch (und dann Hase, Pferd und Taube!), etwas püriertes Obst, Proscioutto und Käse… und die zweite Zutat der einzigen Babykekse ist Zucker. Reiswaffeln? Fehlanzeige! Wir haben uns einfach damit getröstet, dass Kinder in Italien auch groß werden, wieder mehr selbst gekocht und uns einfach mit David gefreut, als er zum ersten Mal Eis probieren durfte, im Restaurant Pasta mit Tomatensoße bekommen hat und auf dem Milchschaum im Café Zuckerstreusel drauf waren. Man ist ja im Urlaub! Unser Credo: solange er alles Gesunde weiterhin isst, darf es zwischendurch auch mal was Ungesundes sein.

Generell muss man übrigens mal erwähnen, dass wir mit David überall gern gesehen und willkommen waren. Sowohl in Slowenien als auch in Italien waren alle sehr kinderfreundlich und haben versucht, es dem kleinen Gast so angenehm wie möglich zu machen. Bei dieser Eisdiele in Alberobello z.B. hat David kostenlos ein kleines Probiereis bekommen – und dann auch noch Bio-Zitrone!

Baby Eis
Das erste eigene kleine Eis – natürlich in Italien. Und dann auch noch Bio!

Für die Küche:

…haben wir kein spezielles Camping-Geschirr gekauft, sondern aus unserem heimischen Portfolio geschöpft und nur das eingepackt, was wir im Alltag wirklich brauchen:

Teller, Schüsseln, Becher, Besteck, Koch- und Grillbesteck, Gemüseschäler, Dosenöffner, Feuerzeug, scharfes Messer, Schneidebrett, großer und kleiner Topf, Pfanne, Nudelsieb, größere Schüssel für Salat oder Teig (z.B. für Stockbrot)… Und davon wirklich nur ein bis zwei Teile.

Wir haben einfach drauf geachtet, mehr Emaille, Silikon, Melamin und Hartplastik (Mehrweg selbstverständlich) mitzunehmen, als Porzellan, Glas & Co. Und, dass man die Dinge platzsparend ineinander stapeln kann. Praktisch waren z.B. unsere faltbaren Silikonboxen. Schaut euch am besten einfach mal unsere Roomtour an. Darin zeigen wir euch auch, wie wir mit einer Anti-Rutsch-Folie sichergestellt haben, dass uns die Sachen während der Fahrt nicht durch die Schubladen und Schränke gedonnert sind.

Vergesst neben Geschirr, Gewürzen und Kochlöffeln so etwas wie Spüllappen, Schwämme, Spülmittel und Geschirrhandtücher nicht. Beim Camping wird mehrmals täglich abgespült, ein oder zwei Backup Tücher mitzunehmen, macht durchaus Sinn. Was wir extra für den Trip besorgt haben, war eine faltbare Silikon-Spülschüssel, ein Kaffeetassen-Filter und ein kleiner Wasserkessel für den Gasherd (für Kaffee, Tee und auch falls ihr eurem kleinen Schatz noch Fläschen mit Milchpulver machen müsst).

Was wir vergessen bzw. vebummelt haben: Wir hätten statt des Kaffeefilter-Dings doch lieber eine Bialetti mitnehmen sollen, denn in Italien hatten wir irgendwann das Problem Filterkaffee zu bekommen.

Kaffee Camping
Kaffee kochen beim Camping: mit Filteraufsatz und Wasserkessel oder eben mit einer Bialetti.

Last but not least: (Werbung) SKOTTI – den kleinsten Gasgrill der Welt. Der wurde uns netterweise zur Verfügung gestellt (DANKE dafür!) und hat auf dieser Reise sowas von seine Dienste erfüllt. Denn er war nicht nur super kompakt verstaubar, wir haben ein Fach im Camper gefunden, das quasi prädestiniert war für SKOTTI. Schnell und einfach aufgebaut, angestöpselt an die kleine Gasflasche und dann mit voller Power zum leckeren Steak, Gemüse oder Würstchen. Yummi!

Grillen beim Camping: mit SKOTTI – dem kleinsten Gasgrill der Welt kein Problem. Egal, wo man ist!
Perfekt verstaut: das ist SKOTTI – der kleinste Gasgrill der Welt.

So, wir hoffen, wir haben nichts vergessen und freuen uns auf eure Ideen, euer Feedback, eure Fragen und vor allem über eure Ergänzungen! Was findet ihr, sind die top Camping-Hacks für das Reisen mit Baby im Campervan? Lasst uns doch einen Kommentar da!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.