Sardinien | 1 Woche im Norden der Mittelmeer-Karibik

Nur knapp 1,5 Flugstunden entfernt liegt ein wahres Paradies: Sardinien ist mit seinen Traumstränden, kleinen Buchten, seinem Charme des italienischen Dolce Vita und einer mystischen Landschaft (nicht nur) im Landesinneren das perfekte Reiseziel für Sonnenanbeter, Aktivurlauber und Genießer. Und für Babymooner wie uns, die nochmal ihren „letzten Urlaub zu zweit genießen wollten“. Lest hier unsere top Tipps für eine Woche in Sardiniens Norden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Flug:
    Mit Eurowings für 130 € pro Person von Stuttgart nach Olbia & wieder zurück. (Achtung: Beim Flug buchen auf die Gepäckbestimmungen achten; was ist im Flugpreis inklusive und was kostet ein (zusätzliches) Gepäckstück?)
  • Mietwagen:
    Für eine Woche haben wir für knapp 200 € einen Fiat 500 über den ADAC bei Hertz gemietet. (Hier unbedingt auf die Versicherungsleistungen und die Höhe der Selbstbeteiligung achten (ihr seid in Italien, da lässt sich die ein oder andere Macke sicherlich nicht vermeiden…)
  • Zurückgelegte Strecke in einer Woche Roadtrip durch Sardiniens Nordinsel: ca. 800 Kilometer
  • Unterkünfte:
    > 3 Nächte in Cannigione im B&B „La Casa al mare“ für knapp 100 € pro Nacht
    > 3 Nächte in Santa Teresa im B&B „Villa Kuky“ für knapp 110 € pro Nacht – absolute EMPFEHLUNG!
    > 1 Nacht im Landesinneren im Landgut „Tenuta Pilastru“ für 280 € pro Nacht inkl. Halbpension

Sardiniens Norden oder Süden?

Wer sich noch nicht wirklich mit der Insel beschäftigt hat, wird zu Beginn der Reiseplanung schnell rausfinden, dass sie gar nicht so klein ist. Wir sind grundsätzlich kein Fan von großen Strecken (zumindest nicht, wenn unsere Reisezeit nur eine Woche beträgt) und haben uns daher die Frage gestellt: Norden oder Süden – wo ist Sardinien am schönsten? Die Entscheidung ist gar nicht so leicht, weil beide Teile haben ihren Charme und bieten wunderschöne Ecken und tolle Ausflugsziele. Wir haben uns letztlich wegen des günstigen Fluges für den Norden entschieden und beschlossen, den Süden einfach in einer separaten Reise zu entdecken.

Mietwagen auf Sardinien

Braucht man auf Sardinien unbedingt ein Auto? Ja, denn Sardinien ist definitiv kein Reiseziel für einen Pauschalurlaub, finden wir. Dafür gibt es viel zu viel zu entdecken, viel zu viele wunderschöne Strände und Buchten, ein überwältigendes Inland und süße, kleine und familiäre Unterkünfte „ab vom Schuss“. Sardinien ist nicht mit der italienischen Adria oder der toskanischen Küste zu vergleichen, wo sich Hotelbunker und Tourihochburgen mit tausenden Strandliegen aneinander reihen. Sardinien steht für kleine, urige, charmante Ortschaften und (zumindest einige) einsame Buchten, vieles eben nur mit einem Auto oder Boot zu erreichen.

Unser Giovanni – der Fiat 500 ist ein treuer und perfekter Weggefährte für einen Roadtrip durch Sardinien.
Welches Auto für Sardinien
Auf die Frage, welches Auto das perfekte für einen Roadtrip über die italienische Insel ist, gibt es für uns nur eine Antwort 🙂
Parken in Italien
Denn Parkplätze sind rar und Kreativität ist gefragt. Ob das so erlaubt war oder nicht, lassen wir mal dahingestellt. Wo kein Kläger, da kein Richter – oder wie heißt es so schön?
Parken wie in Italien
Eigenes Auto, ja oder nein? Wie groß sollte das Auto für Sardinien sein? Dieses Bild beantwortet beide Fragen wohl ganz gut. Weitere Tipps jetzt hier:

Worauf sollte man bei einem Auto für Sardinien achten?

  1. Mit dem eigenen Auto nach Sardinien? Geht grundsätzlich auch, per Fähre und vor allem, wenn man einen Camper o.ä. besitzt sicherlich reizvoll. Sardinien gehört aber zu Italien; und so anders es in mancherlei Hinsicht ist, ist der Fahrstil ganz klischeehaft italienisch: Wer bremst verliert, die Hupe ist Kommunikationsmittel Nummer 1 und Geschwindigkeitsgrenzschilder sind gefühlt nur Deko am Straßenrand. Gepaart mit engen, kurvigen Straßen, vielen Überholmanövern und kleinen, holprigen „Parkplätzen“ entlang der Straße waren wir froh, nicht das eigene Auto dabei gehabt zu haben. Denn:
  2. Auf die Größe kommt es an! Je kleiner das Auto, umso sicherer nimmt man die engen Kurven und umso eher findet man überhaupt einen Parkplatz – sowohl in den kleinen Städten als auch an den Strandbuchten. Wir waren mit unserem Fiat 500 zufrieden und haben überall problemlos einen Parkplatz bekommen. Wie manch ein Italiener ein- oder ausparkt, wissen wir auch (=vorne einmal andocken, hinten einmal andocken und Hauptsache drin). Wir haben uns schon öfter gefragt, wie das die VW-Bus-Camper oder Wohnmobile so machen, die uns entgegen gefahren sind…
  3. Wie immer: Auf die Mietkonditionen achten! Diesen Tipp geben wir grundsätzlich und er ist auch einfach super wichtig: Spart nicht am falschen Ende, wenn es um das Thema Versicherung und Selbstbehalt geht, vor allem in Reisezielen, wo gefahren wird wie bei Henkers.
  4. Geschwindigkeitsbegrenzungen gibt es haufenweise und auch auf Landstraßen darf man oft nur 50 fahren. Angeblich wird auch fleißig Verkehrskontrolliert. Auch wenn wir das wahrscheinlich nicht als Tipp geben dürfen und sollten: Wir persönlich sind in keine Polizeikontrolle geraten, haben dafür aber die Erfahrung gemacht, dass man sicherer fährt, wenn man sich in den Verkehr „einfügt“ und sich anpasst. Eins noch am Rande: Grundsätzlich kann man sich auf die Fahrtzeiten bei Google Maps nicht verlassen, die basieren definitiv nicht auf den eigentlich erlaubten Geschwindigkeitsbegrenzungen… Also lieber immer ein bisschen Puffer einplanen.

Die beste Reisezeit für Sardinien

Im Juli und (besonders) August herrscht Hochsaison auf Sardinien, da haben die Italiener selbst Sommerferien und Unterkünfte, Restaurants und sogar die (halb-) offiziellen Strandparkplätze erhöhen ihre Preise bis auf das Doppelte. Wir waren Anfang Juli da und fanden es bereits grenzwertig, aber noch okay. Wir haben schöne Unterkünfte zu vernünftigen Preisen bekommen und in allen Restaurants, die wir ausgesucht haben, einen Tisch. Manche Strände waren bereits gerammelt voll, wieder andere aber noch komplett einsam. Vermutlich ist die beste Reisezeit also Juni oder September. Denn in der Nebensaison ab Oktober bis Mai haben viele Unterkünfte und Lokalitäten komplett geschlossen.

Top Things to See & Do auf Sardinien

Capo D’Orso – der Bärenfels

Der Roccia dell’Orso, der sogenannte Bärenfels liegt auf einer relativ leicht erreichbaren Anhöhe bei Palau und bietet nicht nur einen atemberaubenden Ausblick auf das Kap und die umliegenden Inseln wie z.B. La Maddalena, Korsika und Caprera sondern ist an sich schon ein richtiges Highlight. Durch Wind, Wetter und Mineralien im Granitgestein haben sich schon vor vielen Jahren diese außergewöhnlichen Gesteinsformationen gebildet. Achtung: Der Aussichtspunkt, von welchem aus der Fels wirklich wie ein Bär aussieht, ist für Besucher nicht zugänglich. Wegen der Begebenheiten der Felsstruktur sollte man die Absperrungen unbedingt respektieren. Auch ohne „Bärenoptik“ ist diese Anhöhe nicht weniger beeindruckend. Der Anstieg ist gut zu bewältigen und dauert knapp 15 Minuten. Geöffnet ist der Pfad bis Sonnenuntergang (nicht wie auf Google geschrieben bis 19 Uhr), was wir leider zu spät entdeckt haben. Der Sonnenuntergang muss dort oben unbezahlbar sein.

Bärenfels Capo D Orso Sardinien
Der Bärenfels am Capo D’Orso
Granitfelsen Bärenfels Sardinien
Interessante Granitfelsformationen am Bärenfels – zum Schreien, oder?
Granitgestein Sardinien
Wind und Wetter formten dieses Granitgestein über viiiiele Jahre hinweg.
Wie lange dauert der Aufstieg zum Bärenfels
Der Aufstieg zum Bärenfels ist wirklich nicht schwierig – knapp 15 Minuten braucht man. Aber Pause machen schadet ja nie, oder?
Aussicht auf Ruinen am Capo Dorso
In die eine Richtung bietet sich eine tolle Aussicht auf alte historische Ruinen.
Aussicht Bärenfels
…und das wunderschöne Meer.
Aussichtspunkt Sardinien
Wunderschön auch ohne uns davor :-).
Scenic views Sardinia
Stellt euch direkt unter den Bärenfels und genießt die Aussicht in die andere Richtung. Herrlich!
Rocchia dell Orso
Perfekter Spot zum Sonnenuntergang.

Capo Testa – das Tal des Mondes

Bei Santa Teresa liegen noch mehr und sehr, sehr viele dieser mystischen Gesteinsformationen. Am Capo Testa kann man über diverse Trampelpfade das Valle della Luna erkunden, wo die Tafoni-Felsen (so nennt man das von Wind und Wetter geformte Granitgestein) mit ihren Formen und Farben die unterschiedlichsten Fantasien hervorzaubern. Ein Ort voller Mystik, Kreativität und Magie – und das sagen wir ohne Übertreibung. Kein Wunder, dass hier nach Sonnenuntergang im Mondschein noch mehr Geschichten erzählt werden und Hippies angeblich noch immer irgendwelche Höhlen bewohnen. Wir waren zwar nur tagsüber da, aber selbst das hat uns schon umgehauen. Aber schaut selbst:

Capo Testa
Außergewöhnliche Felsformationen wohin das Auge reicht.
Wanderpfade Capo Testa
Ein wildes Netz aus Trampelpfaden lädt zum erkunden des Tal des Mondes ein. Als Orientierung dient der Leuchtturm.
Küstenweg Capo Testa
Auch bei Nacht in der Dunkelheit eine Entdeckung wert. Dann sollte man allerdings vorsichtig sein, Sicherungen gibt es keine.
teilzeittravels Sardinien
Die „Wege“ sind teils leicht, teils etwas mit Geschick begehbar.
Felsen klettern am Capo Testa
Auch im 8. Monat schwanger, mit Kleidchen und Birkenstock statt Outdoor-Kleidung und Wanderschuhen kann man auf Felsen klettern.
Tafonifelsen
Tafonifelsen ringsum…
Valle della Luna Sardinien
…in allen Formen und Farben.
Wandern Sardinien
Links oder rechts? Hier gibt es kein richtig oder falsch, einfach hinlaufen, wo es einem gefällt.
verlassenes Haus Capo Testa
Wer hier wohl mal gelebt hat?
Capo Testa Sardinien
Eins noch, weil man sich an diesen Felsen einfach nicht satt sehen kann.

Nach der Wanderung kann man entweder eine der steilen Stufen hinabsteigen und ins türkisfarbene Wasser tauchen oder in der Sea Lounge einen Sundowner trinken.

Baden Capo Testa
Eine Runde schwimmen oder schnorcheln im türkisfarbenen Meer?
Sea Lounge Santa Teresa Sundowner Capo Testa
Nicht nur zum Sonnenuntergang eine tolle Aussicht: die Sea Lounge am Capo Testa.

Und dann unbedingt zum Abendessen ins „Da Thomas“ in Santa Teresa gehen. Wir waren von unseren drei Nächten in Santa Teresa zwei mal dort.

Tagesausflug nach La Maddalena

Per Autofähre (Delcomar) ist man in nur 20 Minuten von Palau auf der kleinen Insel zwischen Sardinien und Korsika.

Autofähre Delcomar La Maddalena
Mit der Fähre und dem eigenen Auto nach La Maddalena: in ca. 20 Minuten ist man da.

Wir sind mit unserem Fiat 500, den wir übrigens liebevoll Giovanni getauft haben, an einem halben Tag die Panorama-Straße der La Maddalena Insel abgefahren und haben an unterschiedlichen Buchten zum Baden angehalten. Wir finden, Zeit kann man ja nie genug haben, aber auch so kurz lohnt sich das auf jeden Fall!

La Maddalena Strand
Willkommen in der ersten Bucht von La Maddalena, einfach die Panorama-Straße entlang fahren und halten, wo es einem gefällt.
Ausblick Panorama Route Maddalena
An diversen Stopps bietet sich ein grandioser Ausblick auf die umliegende Inselwelt
La Maddalena Tagesausflug
Grün, Blau, Türkis, Sand- und Steinfarben sind die dominierenden Farben auf dieser Insel.
Mit dem Auto nach La Maddalena
Darum lohnt sich die Fahrt mit der Autofähre: man ist mobil und kann auf eigene Faust -auch ohne Boot- die ganze Insel erkunden.
Ausblick auf La Maddalena Stadt
La Maddalena heißt auch die Hauptstadt der kleinen Insel, die gar nicht sooo klein aussieht von oben.
La Maddalena Aussichtspunkte
Auf La Maddalena gibt es so viele Aussichtspunkte, wir haben zu Beginn echt alle paar Meter angehalten.
Siesta auf La Maddalena
Siesta auf La Maddalena – auch Pause machen gehört dazu!

Hier unsere Favoriten für Badestopps:

Bassa Trinita

Weg zur Bassa Trinita
Der kleine Weg ins Paradies: die Bassa Trinita bietet zwei Buchten, wir haben uns an der einfacheren, kleineren rechten aufgehalten. An der größeren links gibt’s auch eine Strandbar, entsprechend war aber auch mehr los.
Fußweg Bassa Trinita
Der Weg zur Bucht lässt erahnen, wie fein der Sand hier ist.
Bassa Trinita La Maddalena
Wunderschöne Bucht mit glasklarem Wasser, feinem Sand und wilden Felsen.
Spiaggia Bassa Trinita
schönste Strände Sardinien
Für uns einer der schönsten Strände und Landschaften auf Sardinien. Eignet sich bei nicht allzu großer Hitze sicherlich auch für schöne Wanderungen.
Wanderpfad La Maddalena
Go, explore!

Spiaggia dell’Alberello

Spiaggia dell'Alberello
Dieser Strand ist ein wirkliches Träumchen. Leider (oder vielleicht auch Gott sei Dank) ging hier der Akku unserer Kamera in die Knie. Aber die Felsformationen, das klare Wasser und das ganz besondere Flair einer versteckten Bucht machen diese hier zu einer unserer absoluten Favoriten.
Sardinien Meer

La Maddalena mit dem Boot erkunden?

Man kann rund um das La Maddalena Archipel übrigens knapp 280 Buchten auf verschiedenen kleinen und großen Inseln ansteuern, irgendwo gibt es sogar einen pinkfarbenen Strand. Das geht dann allerdings nur per Bootsausflug. Für uns waren die mit dem Auto erreichbaren Strände und Buchten aber schon so schön, dass wir gesagt haben, das reicht uns aus. Denn auch per Boot sind mittlerweile viele unterwegs und man ist (wahrscheinlich) fast nirgends mehr ganz allein unterwegs (zumindest nicht in der Hochsaison).

Ein Tag in Alghero

Tagesausflug Alghero
Ein Tagesausflug an die Westküste nach Alghero – das kleine Barcelona Sardiniens. Barcelona in Italien? Ja, richtig gelesen, kommt mit!

Willkommen in Klein-Barcelona in Italien! Das ehemals unter katalanischer Herrschaft stehende Alghero an der Westküste der Nordinsel ist definitiv einen Tagesausflug wert. Die kleine, autofreie Altstadt lädt zum Bummeln, Flanieren und Genießen ein und bietet noch dazu eine Menge Historik und Kultur. Taucht ein in die Geschichte der Stadt und versinkt in den alten, engen Gassen.

Gassen von Alghero
Mit Liebe zum Detail: die kleinen Gassen von Alghero
rote Korallen Alghero
Einst berühmt für seine roten Korallen sollte man heute die Finger davon lassen: Meist kommt die Ware aus China und die Natur vor Ort ist bereits völlig zerstört und ausgebeutet.
Haustür Alghero
Hier leben viele Künstler.
Haus Alghero
…und Menschen mit Liebe zum Detail!
Blumengasse in Alghero
Ein Gässchen schöner als das andere.
Alghero Innenstadt
Einfach treiben lassen und genießen.

Wir haben uns einfach treiben lassen, sind von Straßenecke zu Straßenecke geschlendert und haben uns die Stadt vom Glockenturm der Kathedrale von oben aus angeschaut (Achtung, nichts für Menschen mit Platzangst, da der Auf- und Abstieg über eine enge Wendeltreppe wirklich so eng ist, dass man sogar einen Bauhelm tragen muss!).

Kathedrale Alghero
Einen Besuch wert: die Kathedrale von Alghero bietet nicht nur von innen eine imposante Geschichte, sondern auch einen grandiosen Ausblick vom Glockenturm.
Glockenturm Kathedrale Alghero
Der Glockenturm der Kathedrale von Alghero
Aufstieg Glockenturm Alghero
Nix für Menschen mit Platzangst: der Auf- und Abstieg im Glockenturm ist sehr eng, sodass man sogar einen Helm tragen muss.
Glocken im Glockenturm
Hat man die Stufen gemeistert, belohnen die alten Glocken und eine grandiose Aussicht.
Alghero Sardinien
Alghero von oben
Hafen von Alghero
Hafen von Alghero – hier stehen ein paar Yachten, die locker mit denen in Porto Cervo mithalten können.

Wir waren in der Chiesa di San Francesco und haben über die Relikte zur Verteidigung der Stadt entlang der Stadtmauer gestaunt, waren typische sardische Pizza mit Kichererbsen-Boden im „Lu Furat“ essen (MEGA lecker!!) und haben gratis am Hafen geparkt – ja, das geht hier tatsächlich!

Chiesa di San Francesco Alghero
Die Chiesa di San Francesco
Stadtmauer Alghero
Die gut erhaltene Stadtmauer von Alghero lädt zum Entlangschlendern ein, bei uns war’s allerdings recht windig
Geschichte in Alghero
Entlang der Stadtmauer befinden sich auch viele Relikte aus der Vergangenheit.
Kichererbsenpizza Alghero Lu Furat
Sollte man unbedingt mal probieren: die typisch sardische Kichererbsenpizza im Lu Furat und natürlich ein Ichnusa dazu – das lokale Bier auf Sardinien.

Weitere Restaurant-Tipps für Alghero
…haben wir von Freunden erhalten, konnten Sie an einem Tag aber nicht alle ausprobieren:

Wer mehr Zeit hat, und wie wir nicht gerade einen schwangeren Kugelbauch im Schlepptau, kann sich auch noch die Neptun Grotte an der Küste anschauen, die man entweder per Bootsausflug oder über mehr als 650 Stufen auch von Land aus erreicht.

Westküste Sardinien
Generell ist die Westküste Sardiniens nämlich rauer, felsiger und wilder – aber mindestens genauso schön, oder was meint ihr?

Abstecher nach Castelsardo

Hier haben wir auf dem Rückweg von Alghero zwischengestoppt, sind ebenfalls einmal durch die auf einem Felsen liegende erhöhte Altstadt geklettert (trifft es hier wohl eher als geschlendert :-)) und haben die Aussicht genossen. Im Reiseführer haben wir gelesen, dass hier das ursprüngliche Handwerk noch groß geschrieben wird und man die alten Frauen in ihren Wohnzimmern beobachten kann, wie sie Körbe flechten. Das kann man tatsächlich, aber auf uns hat es nicht wirklich authentisch gewirkt; mehr so, als würde man es eben noch für die Touristen machen, die deshalb herkommen.

Castelsardo Sardinien
Auch einen kurzen Abstecher wert: Castelsardo – das Dorf auf dem Fels.
Aufstieg nach Castelsardo
Aufstieg in die Altstadt nach Castelsardo
Castelsardo Sardinien
Hinter den Stadtmauern erwarten euch alte Häuser und enge Gassen mit Flair.
Kräutergarten auf Sardinien
Kräutergarten auf Sardinien
Burg Museum Castelsardo
Das Museum zur Burg von Castelsardo haben wir uns gespart und die Aussicht einfach so genossen. Wer an der Geschichte interessiert ist, kann aber auch eine Führung machen.
Aussicht auf den neuen Stadtteil Castelsardo
Aussicht auf den neuen Stadtteil Castelsardos

Elefantenfels

Unweit von Castelsardo entfernt und auf dem Weg nach Santa Teresa gelegen, haben wir hier einen kurzen Fotostopp eingelegt.

Elefantenfels Sardinien
Der einsame Elefantenfels inmitten einer beeindruckenden Landschaft. Sardinien ist so viel mehr als nur schöne Strände.
Rocchia dell Elefante
Sieht wirklich aus wie ein Elefant, nicht wahr?
Fels in Elefantenform Italien

Porto Cervo – Luxus pur

Porto Cervo an der Costa Smeralda ist das St. Tropez von Sardinien, das Städtchen der Nobel-Boutiquen, Luxus-Yachten, der Schönen und Reichen. Wir haben uns an einem Abend ins Getümmel zwischen Gucci und Louis Vuitton begeben und es einfach mal auf uns wirken lassen. Neu seit diesem Sommer ist die Waterfront mit Bars und kleinen „Außen-Filialen“ weiterer Nobelmarken. Ob man es gesehen haben muss oder nicht… Das muss wohl jeder für sich selbst entscheiden. Was man allerdings zugeben muss: Auch hier haben es die Sarden sehr gut hinbekommen, die Architektur in die Landschaft zu integrieren und so wirkt alles sehr romantisch und harmonisch, wenn auch etwas künstlich.

Porto Cervo Sardinien
Porto Cervo by Night.
Porto Cervo
Hafen Porto Cervo
Der Hafen von Porto Cervo, hier stehen mehrere Milliarden in Form von Luxus-Yachten.
Yacht Sardinien
Waterfront Porto Cervo
Waterfront – neu eröffnet.

Einen Sonnenuntergang genießen

Sonnenuntergang Sardinien
Mindestens einen, aber am besten jeden Abend einen dieser atemberaubenden Sonnenuntergänge genießen.

Das Inselinnere erkunden

Wem Strand und Meer zu den Ohren raushängen, sollte unbedingt ins Landesinnere fahren. Ganz andere Landschaft, Berge, Korkeichenwälder und unsere Nacht im Landgut Tenuta Pilastru war defintiv ein wunderschöner und ganz besonderer Abschluss unserer Reise.

Landesinnere Sardinien
Kakteen, Myrtenbüsche, Felsformationen – willkommen im Inselinneren.
Granitfelsen Sardinien
Noch mehr mystische Granitfelsen – eingetaucht in die untergehende Sonne.
Tafonifelsen Sardinien
Wunderschöne Aussichtsplattform direkt beim Landgut Tenuta Pilastru – übrigens auch für Restaurant- bzw. Tagesgäste zugänglich. Wenn ihr also zufällig vorbeifahrt, lohnt sich ein Stopp.
Schwanger nach Sardinien
Ein bisschen Sonne für die Babykugel.

Und das Beste nun zum Schluss: Die schönsten Strände im Norden von Sardinien

Sardinien ist wirklich ein Traum für alle, die mehr „Vitamin Sea“ brauchen und gerne am Meer sind. Die Vielfalt dieser Insel hat uns einfach beeindruckt: Da findet man Buchten mit dem feinsten Sandstrand und zwei Kilometer weiter, hüpft man über felsige Platten oder groben Kies ins türkise Meer. Ihr findet von ganz offiziellen Stränden mit Liegen- und Sonnenschirmverleih, Strandbar und Sonnenbrillen-Verkäufern bis hin zu einsamen Buchten, die man nur über versteckte Trampelpfade erreicht, einfach alles… Daher ist es fast unmöglich, die schönsten Strände zu krönen, aber gerne empfehlen wir euch die, die uns am besten gefallen haben:

Spiaggia di Mannena bei Cannigione
>> feiner Sand, flach abfallend, Sonnenschirme und Liegen zum Leihen, Beach-Bars vorhanden…dafür relativ voll.

Spiaggia di Manena
Spiaggia di Mannena
Strand Cannigione
…ein toller Strand in der Nähe von Cannigione.

Cala L’Ulticeddu / Spiaggia Li Piscini
>> quasi direkt daneben auch bei Cannigione, allerdings mit grobem Kies und Felsen, mehrere kleinere Buchten, dafür weniger Menschen.

Spiaggia Li Piscini
Wenige Meter vom feinen Sandstrand entfernt findet man diese Bucht mit Kies und Felsen und dafür aber auch deutlich weniger Menschen: Spiaggia Li Piscini

Spiaggia di Cala Spinosa
>> eine der kleinen Buchten direkt beim Capo Testa, wenig Liegefläche, viele Menschen, dafür muss es ein Schnorchelparadies sein, so viele Taucherbrillen wir da gesichtet haben.

Bucht am Capo Testa
Bucht am Capo Testa – toller Schnorchel-Spot auf Sardinien

Spiaggia La Licciola
>> bei Santa Teresa, schöne feine Sandbucht, relativ ruhig, mit Strandbar. Ein Teil des Strandes gehört zu einem noblen Spa-Hotel, was aber nicht stört, denn man hat trotzdem genügend öffentlichen Platz und vom Hotel selbst bekommt man am Strand nichts mit, da es versteckt mit in die Landschaft integriert ist.

Spiaggia La Licciola
Spiaggia La Licciola – hier macht Plantschen Spaß

Spiaggia Li Junchi di Badesi
>> wunderschöner, langer Sandstrand im Norden, den wir auf dem Weg von Alghero zurück entdeckt haben und es leider nur noch zum Sonnenuntergang schafften.

Spiaggia Li Junchi di Badesi
Spiaggia Li Junchi di Badesi
Spiaggia Li Junchi di Badesi Norden Sardinien
Sonnenuntergang Sardinien
Zum Baden hat es zwar nicht ganz gereicht, aber dafür für diesen atemberaubenden Sonnenuntergang.

Spiaggia di Lu Impostu
>> südlich von Olbia auf einer Landzunge gelegen, feiner Sandstrand an der einen Ecke, grober Kies und Felsen an der anderen. Es gibt Liegen und Sonnenschirme und einen kleinen Kiosk.

Spiaggia Lu Impostu
Felsen, Grün, Algen und Natur auf der einen Seite….
Meeresqualität Sardinien
Glasklares Meer in der Mitte…
eine dicke Schwangere mittendrin und im Hintergrund ein paar ankernde Yachten…
einsame Strände Sardinien
…UND: auch das muss man mal ehrlicher Weise sagen: Feiner Sandstrand und flachabfallendes Wasser hat man selten für sich alleine: es gibt nicht nur einsame Strände auf Sardinien. Aber das hat uns auch nicht gestört. 🙂

Und dann noch ein paar generelle Tipps zum Baden auf Sardinien:

  • Parkplätze werden meist kostenpflichtig angeboten; manchmal Stunden- manchmal Tage-weise. Fast immer besteht aber die Möglichkeit direkt oben an der Straße kostenfrei zu parken. Hier aber drauf achten, dass ihr nicht im Halteverbot parkt.
  • Wohl gibt es verstärkt Seeigel und auch immer wieder Quallen. Wir sind weder noch begegnet, aber häufig werden Schwimmschuhe empfohlen.
  • Richtet die Auswahl der Strandbucht ein bisschen nach dem Wind; je nach Lage und Ausrichtung der Bucht, findet ihr auch an stürmischen Tagen immer irgendwo ein fast windstilles Plätzchen.

Wart ihr auch schon auf Sardinien und im Norden unterwegs und habt noch ein paar Tipps zu ergänzen? Dann freuen wir uns auf eure Kommentare!

4 Kommentare Füge deinen hinzu
    1. No, actually it’s an Italian island, but very close to France. 🙂 We’ve been there in July. No more trips for now, due date is only 3 weeks ahead… Anyways, I’m pretty sure, Little Peanut would love to tell a story about a crazy birth place…

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